Katastrophenstart für Wagner
"Wir sind hier keine One-Man-Show"
So hat sich Sandro Wagner seinen Einstand bei Hannover 96 sicher nicht vorgestellt. Das erste Spiel beginnt mit einem bitteren Rückschlag - und wird auch nicht mehr besser.
So hat sich Sandro Wagner sich Pflichtspieldebüt als Trainer von Hannover 96 (jetzt im LIVETICKER) sicher nicht vorgestellt. Der neue Coach der Niedersachsen musste beim 1. FC Magdeburg eine deutliche 0:3 (0:2)-Niederlage hinnehmen.
In seinem ersten Zweitliga-Spiel geriet Hannover bereits in der dritten Minute ins Hintertreffen – und das auch noch auf äußerst unglückliche Weise.
Hannovers Franz Roggow wollte den Ball nach einem Pass von Torhüter Leo Weinkauf am eigenen Sechzehner quer passen, übersah dabei allerdings seinen Gegenspieler Moritz-Broni Kwarteng. Dieser hielt den Fuß rein und der Ball hüpfte am chancenlosen Weinkauf vorbei ins Tor.
Hannovers Niederlagenserie geht unter Wagner weiter
In der 30. Spielminute legte Emmanuel Iyoha für Magdeburg nach, es stand 0:2. Die endgültige Entscheidung markierte Mateusz Zukowski kurz vor Schluss (89.).
Wagner hatte Hannover vor der Länderspielpause übernommen, er war auf Christian Titz gefolgt. Doch auch unter der Leitung des ehemaligen Bayern-Profis setzte es eine Niederlage, es war die vierte in Folge – sieht man von einem 2:0-Sieg in einem Freundschaftsspiel während der Länderspielpause ab. Hannover belegt für den Moment den 12. Tabellenplatz. Der FCM schob sich dagegen in die Spitzengruppe.
Nach dem Missverständnis beim FC Augsburg, seiner letzten Trainerstation, hatte Wagner versprochen, dass es in Hannover „keine One-Man-Show“ geben werde. Der frühere Co-Trainer des deutschen Nationalteams soll 96 nach dem schwachen Start unter Vorgänger Christian Titz stabilisieren und zeitnah zurück in die Bundesliga führen (Vertrag bis 2028).
Hannover kassiert K.o. nach Pfostentreffer
Erst einmal musste Wagner allerdings einen Dämpfer verdauen. Nach dem frühen Schock war immerhin phasenweise zu erkennen, was der neue Coach von seinem Team erwartet.
Hannover attackierte früh und schaltete nach Ballgewinnen schnell um, wirkte in einigen Momenten aber verunsichert. Magdeburg fand dazu immer wieder Lösungen und agierte wacher: Iyoha schaltete nach einem Abpraller am schnellsten.
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Etwas aktiver präsentierte sich Wagners Mannschaft nach dem Seitenwechsel. Dafür bot Hannover aber Räume für die Magdeburger, die auf einen Konter und das dritte Tor lauerten. Ein Pfostentreffer von Marcel Hartel (72.) blieb lange die beste Chance der Gäste in der Schlussphase. Wagner schaute ziemlich bedröppelt drein, nachdem Zukowski nach einem Konter zur Entscheidung getroffen hatte.