Kein Finish bei Comeback: Leistenverletzung bremst Stadler

von SID
Kein Finish bei Comeback: Leistenverletzung bremst Stadler

Der "Norminator" wird von einer Leistenverletzung zur Aufgabe gezwungen. Die Hawaii-Rückkehr hatte er sich schöner vorgestellt.

Normann Stadler hat 15 Jahre nach seiner Herz-Operation bei seiner Rückkehr zur Ironman-WM nach Hawaii nicht die Ziellinie erreicht. Der Weltmeister von 2004 und 2006 musste das Langdistanz-Rennen in der Altersklasse 50 bis 54 Jahre nach der Radstrecke aufgeben, zum abschließenden Lauf-Marathon trat er wegen einer bereits im Vorfeld erlittenen Leistenverletzung nicht mehr an. Bis dahin hatte sich der selbsternannte „Norminator“ trotz einiger unglücklicher Pannen ordentlich geschlagen.

Leistenverletzung stoppt Stadler vorzeitig

„Ich bin erstmal sehr traurig und enttäuscht“, sagte Stadler in einer Videobotschaft bei Instagram: „Ich habe mich gut gefühlt, aber Laufen ging nicht mehr. Da habe ich einfach den Stecker gezogen, weil es wirklich nichts gebracht und ich mehr kaputtgemacht hätte.“ Er habe sich noch vor seiner Anreise nach Big Island in Deutschland eine Leistenverletzung zugezogen und diese „nicht mehr rechtzeitig wegbekommen“. Auf der zweiten Radhälfte habe er bereits ein Taubheitsgefühl im rechten Bein gespürt.

Nach den 3,86 Kilometern Schwimmen war Stadler in 62 Minuten als 17. seiner Altersklasse aus dem Wasser gekommen, ehe er den ersten „Schrecken“ erlebte. „Mein Beutel war nicht da. Es war der einzige Beutel von allen, der nicht an seinem Platz hing. Dann ist leicht Panik ausgebrochen“, erzählte der 53-Jährige. Erst nach rund fünf Minuten seien seine Sachen aufgetaucht und er habe losfahren können.

Speichenbruch nach Comeback auf Hawaii

Auf der Radstrecke fing sich der gebürtige Wertheimer dann noch „selbstverschuldet“ einen Speichenbruch ein. Nach der Reparatur beendete er die 180,2 Kilometer der zweiten Disziplin in 5:27 Stunden und lag damit immer noch unter den besten 80 Teilnehmern seiner Altersklasse. Generell gehe es ihm trotz seiner Aufgabe „gut“, betonte Stadler. Er werde nun sein „Krönchen richten und überlegen, was kommt“.

2011 war sein Leben aus den Fugen geraten, als nach einem Zusammenbruch ein 6,8 cm großes Aortenaneurysma und eine defekte Aortenklappe diagnostiziert wurden. Mehrere Stunden wurde er am offenen Herzen operiert, Stadler selbst nennt es sein „Herzschlagfinale“. 15 Jahre später erhielt er von den Ärzten das Go für die Hawaii-Rückkehr, allein seine Teilnahme verbuchte er als großen Erfolg.