Kompany hatte böse Schiri-Vorahnung
Eberl lässt seinem Frust freien Lauf!
Bayern-Trainer Vincent Kompany übt nach dem Remis in Stavanger Kritik am Schiedsrichter. Ihm geht es dabei aber nicht um eine Ausrede für den Platzverweis, doch schon vor dem Spiel hat der Belgier ein ungutes Gefühl.
Dass Schiedsrichter Georgi Kabakov beim Champions-League-Spiel des FC Bayern bei Viking Stavanger in den Fokus rücken wird, hatte Vincent Kompany schon vor dem Anpfiff gespürt.
„Ich muss ganz ehrlich sein: Ich hatte vor dem Spiel sofort das Gefühl: Der Schiedsrichter will etwas Besonderes machen heute. Das war unglaublich deutlich, dass das irgendwann eine größere Rolle spielen wird“, sagte Kompany nach dem 3:3 seiner Mannschaft bei Amazon Prime. Er bezog sich dabei auf die Kommunikation mit Kabakov.
Seine Kritik am 40 Jahre alten Referee aus Bulgarien wollte Kompany explizit nicht als Ausrede für die Gelb-Rote Karte gegen Michael Olise (74.) verstanden wissen. „Aber im Spiel waren deutliche Situationen, wo man gedacht hat: Was passiert hier jetzt? In welche Richtung geht dieses Spiel? Wenn du das spürst, musst du noch schlauer sein auf dem Platz“, ergänzte Kompany.
Auch Laimer schimpft über Schiedsrichter Kabakov
Auch Bayern-Profi Konrad Laimer war unzufrieden mit dem Unparteiischen. „Der Schiri wollte sowieso irgendwie nur pfeifen, was er wollte, aber das ist eine andere Geschichte“, sagte der österreichische Nationalspieler. Eine Szene in der Schlussphase sorgte für Unmut bei Laimer, der im Duell mit Viking-Kapitän Zlatko Tripic am Kopf getroffen wurde.
„Das ist eigentlich klar eine Karte“, sagte Laimer. „Dann liege ich am Boden mit einer Kopfverletzung. Ich dachte immer, der Schiri muss ein Spiel unterbrechen bei einer Kopfverletzung. Das war auch egal in dem Moment. Dann fragt er mich, ob ich medizinische Hilfe brauche, dann sage ich: Nein. Dann schickt er mich einfach raus.“
Gemäß der neuen Regel musste Laimer daraufhin eine Minute am Spielfeldrand warten, ehe er wieder eingreifen durfte. Da die Bayern zu dem Zeitpunkt nach dem Platzverweis von Olise bereits in Unterzahl agierten, waren sich durch Laimers „Zeitstrafe“ eine Minute nur zu neunt.
Laimer: „Vielleicht habe ich auch nicht aufgepasst“
„Ich dachte, die Regeln sind, dass ich nur raus muss, wenn das medizinische Team auf den Platz kommt. Aber vielleicht liege ich auch falsch beim Regelwerk und er darf mich auch so rausschicken für eine Minute. Mir hat es keiner erklärt. Vielleicht habe ich auch nicht aufgepasst bei der Regelschulung, das ist dann mein Ding“, führte Laimer weiter aus.
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Abschließend ließ er noch Selbstkritik durchklingen: „Das ist natürlich dann auch nicht die schlaueste Entscheidung, wenn man nur noch bloß auf neun Mann kommt. Danach kriegst du in der 90. Minute das 3:3 und dann spielst du halt so ein Spiel.“