Karl enthüllt: Eltern wollten Bayern-Wechsel verhindern
"Der FC Bayern hat mich angerufen"
Beim FC Bayern zählt Lennart Karl zu den großen Hoffnungen für die Zukunft. In einem Interview erklärt er jetzt, dass seine Eltern vom Bayern-Wechsel nicht überzeugt waren.
Lennart Karl sorgt schon in jungen Jahren beim FC Bayern für Furore. Dem 18-Jährigen gelang der Sprung vom Campus des deutschen Rekordmeisters in die erste Mannschaft – und dort zählt er seit der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern.
Dass er beinah gar nicht bei den Bayern gelandet wäre, erzählt Karl nun in einem Interview bei DAZN.
„Meine Eltern waren nicht so überzeugt davon, vor allem meine Mutter nicht“, sagte Karl. Er selbst wollte es aber unbedingt: „Ich habe einfach von Anfang an gesagt, als Bayern kam und ich mir das erste Mal den Campus angeschaut habe: ‚Ich will da hingehen. Ich mache das. Ich ziehe das durch.'“
Das Problem: „Meine Eltern waren jetzt nicht so auf meiner Seite. Ich hatte noch ein paar andere Angebote. Aber ich habe gesagt: ‚Ich mache das!‘ Und dann bin ich mit 14 ausgezogen ins Internat“, erklärte der Nationalspieler.
Karl gesteht: „Ich war schon immer Bayern-Fan“
Eine wichtige Rolle für den Wechsel habe auch seine besondere Beziehung zum deutschen Rekordmeister gespielt: „Ich war schon immer Bayern-Fan, deswegen habe ich gesagt, ich will das einfach machen. Und dann haben sie gesagt: ‚Dann schauen wir uns das noch mal an. Wenn du es dir zutraust, gehst du dorthin und machst es.‘ Und so fing das alles an.“
Nach seinem Wechsel nach München lief zunächst nicht alles, wie erwünscht: „Die ersten zwei Wochen hatte ich schon ein bisschen Heimweh. Da habe ich mir schon so gedacht: ‚Wie soll das jetzt alles werden?‘ Aber dann habe ich die Jungs im Internat kennengelernt und dann ging es eigentlich ganz schnell. Wir waren jeden Tag zusammen, haben jeden Tag Fußball gespielt und hatten eine sehr, sehr coole Zeit dort“, erinnert sich Karl.
Karl war im Sommer 2022 aus der Jugend von Viktoria Aschaffenburg in die Bayern-Jugend gewechselt. Von dort arbeitete er sich in die erste Mannschaft hoch. Im Februar unterschrieb er einen Vertrag bis 2029 in München.
Lennart Karl: „Würde gerne unbekannt sein“
Inzwischen hat sich der 18-Jährige fest bei den Profis etabliert. Er kommt in insgesamt 47 Einsätzen auf zehn Tore und neun Vorlagen. Auch Bundestrainer Jürgen Klopp setzt in der Nationalmannschaft voll auf Karl.
Wie anstrengend ist es, Lennart Karl zu sein? „Ich würde ab und zu schon gerne unbekannt sein. Wenn ich mit meinen Jungs oder meiner Familie in die Stadt gehe, um was zu essen, wird man immer erkannt. Es gab noch keinen Tag, an dem ich kein Foto machen musste. Das gab es noch nie“, sagte Karl.
Er werde „einfach immer erkannt, selbst im Auto. Da würde ich mir schon wünschen unbekannt zu sein. Aber das gehört natürlich beim Job dazu und ich gehe damit auch sehr gut um.“