Deutsche nach Doping-Sperre noch besser?

von SPORT1
Deutsche nach Doping-Sperre noch besser?

18 Monate nach ihrem positiven Dopingtest kehrt die Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl zurück. Sie befindet sich offenbar schon wieder auf Topniveau.

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl hofft kurz vor dem Ende ihrer Dopingsperre auf eine zweite Chance. „Jeder Mensch macht Fehler, und wir sind keine Maschinen. Jeder hat eine zweite Chance verdient, und ich möchte diese nutzen. Darauf trainiere ich hin“, sagte die 31-Jährige am Mittwoch in einer Medienrunde.

Carl darf seit Ende September wieder mit der Mannschaft trainieren, Ende November darf sie pünktlich zum Saisonstart wieder in Wettkämpfen starten. „Ich würde am liebsten heute schon mit einer Startnummer irgendwo starten. Ein wenig muss ich mich noch gedulden. Die Vorfreude ist schon sehr groß“, sagte sie.

So fit ist Carl nach der Doping-Sperre offenbar schon wieder

Das erste Weltcup-Wochenende wird Carl noch verpassen, da sie zunächst bei zweitklassigen Wettkämpfen FIS-Punkte für eine Startberechtigung sammeln muss. „Ich hoffe, dass ich dann am zweiten Wochenende in Trondheim zurück in den Weltcup komme“, so Carl.

Bereit ist sie offenbar, wie auch DSV-Sportdirektor Sportdirektor Peter Schlickenrieder bei Eurosport erklärte: „Sie ist auf einem Top-Leistungsstand, mindestens auf dem Leistungsstand wie davor.“

Er warnte aber auch: „Es wird trotzdem eine Challenge, weil wir, wie auch sie, eine enorme Vorfreude, eine enorme Motivation haben – und eine Übermotivation kann ganz schnell mal ins Negative überschlagen.“

Carl war nach einem positiven Dopingtest aus dem März 2025 für 18 Monate gesperrt worden und verpasste unter anderem die Winterspiele 2026. Der Teamsprint-Olympiasiegerin von 2022 war nach eigener Angabe im März 2025 bei der Militär-WM durch einen Bundeswehrarzt das Hustenmittel Spasmo Mucosolvan verabreicht worden, das den verbotenen Wirkstoff Clenbuterol enthält.


mit Sport-Informations-Dienst.