„Keine Gleichwertigen“: PSG nach Rekord-Gala gefeiert
Machtdemonstration in der CL! Das sagt PSG-Coach Enrique
Paris Saint-Germain feiert einen Kantersieg in der Champions League gegen Villarreal. Bei der herausragenden Leistung sticht das Mittelfeld der Pariser heraus - und wird mit Lob überschüttet.
Sechs Tore, zwei Rekorde und eine Dominanz, die im europäischen Spitzenfußball aktuell ihresgleichen sucht. Paris Saint-Germain hat beim 6:0 gegen Villarreal am 4. Spieltag der Champions League einmal mehr unter Beweis gestellt, warum der französische Klub den Wettbewerb in den letzten beiden Jahren gewinnen konnte – und auch in dieser Spielzeit zu den absoluten Favoriten gehört.
Den Grundstein für den Kantersieg legten die Pariser bereits innerhalb der ersten 17 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 4:0! Schneller hatte in der Geschichte der Königsklasse noch keine Mannschaft in dieser Höhe geführt. PSG stellte an diesem Abend aber noch einen zweiten Rekord auf: Als erstes Team gelang es den Franzosen, in den ersten vier Spielen mindestens vier Tore zu erzielen (6:1 gegen Bratislava, jeweils 4:2 gegen Manchester City und Barcelona).
Aus einer starken Mannschaft ragte am Dienstagabend im spanischen Estadio de la Cerámica besonders das Pariser Mittelfeld heraus. Die heimische L’Équipe vergab in ihrer Wertung von 1 bis 10 Spitzennoten an das Trio aus Joao Neves (8), Vitinha (7) und Doppelpacker Fabian (9).
Die drei Ausnahmespieler waren dabei nahezu an jedem PSG-Tor beteiligt. Neves erzielte die frühe Führung (9.) und bereitete das 3:0 durch Senny Mayulu vor. Fabian erzielte die Treffer vier sowie fünf und schnürte den Doppelpack, das 5:0 legte ihm Vitinha auf. Neves krönte den Abend mit seiner zweiten Vorlage zum 6:0-Endstand durch David Boly.
Das beste Mittelfeld-Trio aller Zeiten?
„Sie sind es, die das gesamte Spiel leicht machen. Es gibt weltweit keine Gleichwertigen, und ich glaube sogar, dass es in der Geschichte des Fußballs nicht viele geben wird, wenn sie dieses Leistungsniveau so lange aufrechterhalten“, meinte Jean-Louis Tourre, Chefredakteur bei RMC Sport.
„Ist das Mittelfeld mit Vitinha, Neves und Ruiz das beste aller Zeiten?“, fragte sich der französische Sender nach dem Spiel und stellte den Vergleich mit Andrés Iniesta, Xavi und Sergio Busquets her. Von 2008 bis 2015 prägten die drei Spanier nicht nur beim FC Barcelona, sondern auch in der spanischen Nationalmannschaft eine ganze Ära und sammelten unzählige Titel. Sie gelten als eines der besten Mittelfeld-Trios der Fußballgeschichte.
Bei der Pariser Glanzleistung kommt hinzu, dass PSG gegen Villarreal auf mehrere Top-Stars verzichten musste. Marquinhos, Nuno Mendes, Ousmane Dembélé und Khvicha Kvaratskhelia fielen allesamt verletzungsbedingt aus. Dennoch hatte das Team von Luis Enrique am Dienstagabend keinerlei Mühe mit dem Gegner.
PSG nach Stolperstart unaufhaltsam
„Man hat den Eindruck, dass der Unterschied zu groß ist, um wahr zu sein“, stellte RMC-Sport-Kolumnist Daniel Riolo fest. Wie das zustande kommt? „Das liegt einfach daran, dass sie den Gegner mental völlig zermürben.“
In Spanien sorgte derweil die herbe Villarreal-Klatsche für Ernüchterung. „PSG ist ein Tyrann“ und „Es war ein gelber Albtraum“, titelte etwa die Zeitung AS in Anlehnung an den Spitznamen „Gelbes U-Boot“ des FC Villarreal. Die Mannschaft von Inigo Perez wurde „regelrecht vernichtet. Man kassiert keine vier Tore in 17 Minuten, wenn man nicht völlig aus der Fassung ist.“
Vom französischen Hauptstadtklub kann man das aktuell nicht behaupten. Nach einem holprigen Start in der Liga mit zwei Punkten aus den ersten drei Partien hat sich das Star-Ensemble gefangen und strahlt aktuell wieder eine gefährliche Dominanz aus.
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Der Sieg gegen Villarreal war wettbewerbsübergreifend bereits der zehnte in Folge. Sowohl in der heimischen Ligue 1 als auch in der Champions League steht Paris damit als Tabellenführer da – in der Königsklasse sogar noch ohne Punktverlust.