DFB-Comeback fix! Jürgen Klopp beruft Niclas Füllkrug
Hier lässt Klopp die Füllkrug-Bombe platzen
Bundestrainer Jürgen Klopp sorgt bei seiner Kader-Berufung für Überraschungen. Nach über einem Jahr wird Niclas Füllkrug wieder für Nationalmannschaft nominiert. Zudem ist mit Wael Mohya ein Neuling dabei.
Niclas Füllkrug ist von Bundestrainer Jürgen Klopp in das 24-köpfiges Aufgebot die Nationalmannschaft berufen worden. Das wurde am Donnerstagmittag offiziell bekannt gegeben. Damit erhält der Stürmer von Werder Bremen nach über einem Jahr wieder die Chance, sich in den Nations-League-Spielen am 13. November in Serbien sowie drei Tage später gegen die Niederlande zu beweisen. Überraschend ist zudem der erst 17 Jahre alte Shootingstar Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach erstmals mit dabei.
In dieser Saison begeistert Füllkrug mit überragenden Leistungen. Seit seiner Rückkehr nach Bremen trifft der Stürmer, wie er will. In zehn Pflichtspielen erzielte er zwölf Treffer. Alleine in der Bundesliga traf er neunmal und führt damit sogar die Torschützenliste an. Diese Torjägerqualitäten soll Füllkrug jetzt auch wieder beim DFB zeigen. Dass er dies kann, zeigte er schon häufig. In 24 Länderspielen erzielte er 14 Tore.
Klopp begründet Füllkrug-Nominierung
Dennoch ist seine Rückkehr überraschend, denn zuletzt hatte Klopp mit Blick auf die langfristige Kaderplanung auf das Alter des Angreifers verwiesen. „Er ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, sagte der Bundestrainer. Bei der Nominierung meinte er dann: „Gute Form und Tore schießen ist nie schlecht. Es waren relativ Spiele und Fülle hat in der Zeit performt. Er hat unterschiedlichste Tore geschossen. Nicht nur, aber auch spektakuläre Tore. Er hat einen unglaublichen Einfluss auf das Spiel von Werder Bremen, nicht nur durch seine Tore, sondern auch durch die Art und Weise, wie er auftritt.“
Weiter führte Klopp aus: „Da hilft die Erfahrung, die er mitbringt, natürlich brutal. Nicht in jeder Phase seiner Karriere konnte er diesen Einfluss nehmen auf seine Mannschaften. Ich bin jetzt nicht mit allen meinen Aussagen, die ich in Halbzeit-Interviews getroffen habe, so glücklich, aber bei Fülle habe ich nur Fakten aufgezählt. Wenn morgen Europameisterschaft wäre, dann würden wir ihn natürlich mitnehmen, das ist gar keine Frage. Unter dem Aspekt war die Entscheidung dann relativ leicht. Es war eine Freude, die Entscheidung zu treffen, es war auch eine Freude, sie ihm mitzuteilen.“
Gladbach-Juwel erstmals dabei
Eine weitere Überraschung ist die Nominierung des 17 Jahre alten Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach. Das Juwel ist das erste Mal bei der A-Nationalmannschaft dabei. „Wael Moya ist einer dieser Fälle, wo man einfach … es gibt jetzt nicht viele 17-Jährige, die Bundesliga spielen – das alleine ist ja schon ein herausragendes Merkmal. Aber er macht es auch gut“, erklärte Klopp.
Der Bundestrainer berichtete, dass er mit ihm und der Familie in Kontakt stehe und große Lust darauf habe, die Zukunft mit Mohya anzugehen. „Als Trainer hat man nicht nur die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Jungs auf ihrer besten Position spielen und ihre Leistungen bringen. Sondern man hat natürlich auch eine Sorgfaltspflicht. Und umso jünger die Jungs sind, umso größer ist die. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir ihn mitnehmen. Um ihn zu sehen, sozusagen. Dass wir eine Woche Zeit haben, ihn im Training live zu sehen“, meinte Klopp.
Woltemade und Adeyemi fehlen im Aufgebot
„Ich freue mich riesig auf die nächsten beiden Spiele. Wir haben in der Mannschaft einen bunten Mix aus sehr jung und durchaus erfahren dabei. Es war nach dem 44er-Kader im September schwer, diese Auswahl zu treffen, weil, und das ist eigentlich die gute Nachricht, es wieder mehr Spieler verdient hätten, dabei zu sein“, sagte Klopp und ergänzte: „Je mehr Qualität man hat, desto schwieriger im positiven Sinne werden die Entscheidungen, die man zu treffen hat.“
Nick Woltemade, Nadiem Amiri, David Raum, Karim Adeyemi, Yann Aurel Bisseck oder auch Jonathan Burkardt fehlen im Aufgebot. Ebenso sind zahlreiche Debütanten aus Klopps erstem Kader um Hennes Behrens, Vitaly Janelt, Felix Keidel und Mika Baur nicht dabei.
Philipp Treu und Derry Scherhant hingegen haben den Sprung nach ihren starken Auftritten erneut geschafft. Bei seinem Debüt als Bundestrainer hatte Klopp für vier Spiele im September/Oktober 44 Spieler nominiert und auf zwei Kader aufgeteilt.
Nach vier Spieltagen liegt Deutschland in Gruppe A2 mit fünf Punkten nur auf Rang drei hinter den Niederlanden und Griechenland. Um das Viertelfinale der Nations League zu erreichen, muss die DFB-Auswahl in den Spielen am 13. November in Belgrad und am 16. November in Berlin liefern.
Der DFB-Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp in der Übersicht:
- Tor: Marc-André ter Stegen, Jonas Urbig, Alexander Nübel
- Abwehr: Waldemar Anton, Nathaniel Brown, Finn Jeltsch, Maximilian Mittelstädt, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Malick Thiaw, Philipp Treu
- Mittelfeld: Tom Bischof, Said El Mala, Brajan Gruda, Lennart Karl, Joshua Kimmich, Wael Mohya, Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic, Derry Scherhant, Florian Wirtz
- Angriff: Younes Ebnoutalib, Niclas Füllkrug, Kai Havertz
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)