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#Germanscantsurf: Valerie Schlieper
#Germanscantsurf: Valerie Schlieper
Lesedauer: 2 Minuten
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Nicolai Steidle -

Ja Freunde, ihr wisst es, wir wissen es: wir Deutschen, Schweizer und Österreicher Surfer genießen nicht den besten Ruf in der Surfszene. Oft werden wir mit einem Stück Holz verwechselt, wenn wir wieder regungslos im Line-Up im Weg liegen, durch gutes Surfen fallen wir jedoch selten bis gar nicht auf. Aber die Bestimmung unseres Lebens ist ja nicht Erfolg, sondern heroisches Versagen und deshalb bleiben wir meist hartnäckig am Ball. Und es ist ja hinlänglich bekannt, das Talent lediglich eine Abform großer Geduld ist. Und so es gibt auch in unseren Breitengraden Surfer, die das Spiel mit der Geduld so weit getrieben haben, dass sie mittlerweile ein sehr ordentliches Niveau surfen, obwohl sie landlocked aufgewachsen sind. Wir haben diese Menschen ausfindig gemacht und stellen sie euch in unserer Serie #Germanscantsurf (respektive #Swisscantsurf oder #Austrianscantsurf) vor. Unsere erste Entdeckung ist die Schwarzwälderin Valerie Schlieper.

Wer ist Valerie Schlieper?

Valerie kommt aus dem beschaulichen Dorf Hinterzarten im Schwarzwald und ist auf dem Snowboard aufgewachsen. Die Snowboardmagazine waren ihre Bibel und der Traum vom Surfen hat immer gelebt. Ihre Eltern haben jedoch immer am Mittelmeer geurlaubt und insofern sollte der Einstieg ins Surfen um einiges länger dauern als ihr lieb war.

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Die Snowboardmagazine waren ihre Bibel, die Berge ihr Spielplatz. Vale in der Comfort Zone. ©Faye Hintke

Als der Führerschein da war, ging es mit zwei Freundinnen das erste mal auf einen Surftrip, die Motivation war groß, klein war jedoch das Wissen über den neuen Sport: das Surfen. Eine Freundin wusste das Hossegor anscheinend Wellen hat, das Ziel war also gesteckt. Sie machte also die ersten Schritte auf dem Surfbrett in Frankreich, mit dem Surfvirus wurde sie jedoch etwas später infiziert.

In der Wintersaison lernte Vale am Feldberg den Amerikaner Tyler Heffernan kennen den sie später in Kalifornien besuchte und dort länger bleiben sollte als ihr damals bewusst war.

So viel sei vorweggenommen: Mittlerweile ist Valerie dreifache Meistern der deutschen Unimeisterschaften im Shortboarden. Wir haben Schlieper auf 2 Halbe Bier getroffen (eigentlich haben wir nur eine in der gleichen Zeit geschafft) und sie um ein paar Antworten erleichtert.

Interview Valerie Schlieper

1. Surfen oder Powder?

Wowwww. Schwieriger Frage. ÄAAAAhm….. Surfen !

Kein Wunder dass ihr die Entscheidung schwer gefallen ist. Vale lässt es stauben. Location: Unbekannt. ©Phillip Seifken

2. Warum?

Gerade Surfen in großen Wellen ist extrem herausfordernd, die Landschaft und die Natur flasht mich extrem. Ich versuch den Surfstyle in mein Powdern einzubringen. Man benutzt viel mehr das hintere Bein beim Snowboarden, nachdem man gesurft ist.

Vale Schlieper hatte wohl ganz schön viel Geduld.

3. Wo lebst du gerade und warum?

Ich lebe in München. Es ist einfach zentral, es gibt gute Jobs, man ist schnell in den Bergen, halbwegs schnell am Meer und man kann Methadonsurfen.

4. Du gehts also an den Eisbach?

Japp.

5. Hat der Eisbach deine Surftechnik weiterentwickelt?

Ja. Aber nicht Top to Bottom Surfing.

6. Was hältst du vom Localism am Eisbach?

Ich finde es sehr gut. Lacht. Aber ernsthaft. In Maßen finde ich es wirklich gut. Es müssen einfach die Pioniere des Eisbachs respektiert werden. Jeder muss mit sich selbst ausmachen wie er damit umgeht. Oft muss man Localism einfach respektieren und tolerieren und dann ist es halb so wild.

Auf der nächsten Seite erzählt uns Valerie wie es um Localism in Kalifornien steht.

7. Lass uns übers Meer reden. Du hast in Kalifornien gelebt. Gibt es dort Localism?

Lacht. Ich bin an den most localised Strand gezogen weil dort keiner wohnen möchte. Ich will den Strand lieber nicht erwähnen, aber es die Local Community dort lässt sich sicher am besten mit den Bra Boys und den Black Shorts vergleichen. Da hab ich gelernt Localism zu respektieren und irgendwann haben mich die Jungs dort akzeptiert, vielleicht weil ich ein blondes Mädchen bin. Meine Faust ist klein. Von mir geht wenig Gefahr aus:)

Vielleicht hatten die Locals auch einfach Respekt vor Vales big balls!!! Girl is charging.

8. Du hast circa für 80% der deuchen Surfszene Grafiken kreiert. Wie kam es dazu?

Weil kein anderer was kann :) Oder weil ich nichts anderes kann!

9. Wir haben jetzt 2 Bier getrunken. Wie viele schaffst du?

Ich weiß es nicht. Eins? :)

10. Wo sehen wir Valerie in 10 Jahren?

Vale in her happy Place. ©Steve Amato Salvatierra

In zehn Jahren will ich endlich ein richtig guter Surfer sein und eine Arbeit haben, die mir den Freiraum gibt, damit ich wirklich machen kann was ich will und mit Menschen die ich liebe.

 

Valerie Schlieper wird von der Brand Nikita gesponsert.



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