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© Christin Klose
Lesedauer: 3 Minuten
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In den seltensten Fällen wird der Zigarettenanzünder im Auto auch zum Anzünden eines Glimmstängel verwendet. Trotzdem ist er extrem nützlich für andere Dinge.

Der Aschenbecher kostet mittlerweile bei den meisten Autos extra und auch für den Zigarettenanzünder mit der klassischen Glühspirale verlangen viele Hersteller einen Aufpreis. Denn Rauchen am Steuer ist von der Selbstverständlichkeit zum Sonderfall geworden.

Doch so politisch korrekt die Autos von heute auch ausgestattet sind, ist zumindest die Hälfte des Zigarettenanzünders erhalten geblieben - die 12-Volt-Steckdose. Schließlich kann man die Schnittstelle zum Bordnetz nicht nur für Glimmstängel nutzen. Sondern an der Tankstelle, im Baumarkt, im Zubehörhandel und im Internet gibt es hunderte mehr oder minder sinnvolle, praktische und teure Gimmicks für Autofahrer, die alle über diesen Anschluss betrieben werden.

Jede Menge Zubehör

Das Angebot reicht dabei von Werkzeugen und Pflegegerätschaften wie dem Schlagschrauber oder dem Staubsauger bis hin zu Pannenhelfern wie Warn- und Arbeitsleuchten. Hinzu kommen die oft auch von den Herstellern anstelle des Ersatzrades ins Auto gelegten Luftpumpen, mit denen man platte Reifen wieder auf Druck bringen kann.

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Es gibt auch jede Menge Zubehör, mit dem man die Fahrt etwas komfortabler machen kann: Lüfter, Ventilatoren und Heizungen zum Beispiel. Oder Wärmematten als einfache Nachrüstlösung für eine Sitzheizung. Und wer die ebenso überteuerten wie schlechten Heißgetränke entlang der Autobahn leid ist, kann vom Wasserkocher bis zur Espressomaschine alles in den 12-Volt-Anschluss stöpseln, was der Selbstversorger auf Reisen so braucht.

Geräte für den Sound

Dazu kommen aus der Abteilung Infotainment zahlreiche Gadgets für den Sound: Man kann über den Zigarettenanzünder einen Motorsoundgenerator betreiben, der selbst einen Kleinwagen klingen lässt wie einen Supersportler mit V8-Turbo. Oder wie ein Raumschiff. Und der sich über ein eingebautes Mikrofon auch noch dem individuellen Fahrstil anpasst. Es gibt Adapter für MP3-Player und Digitalradio und jede Menge Ladegeräte bis hin zum Spannungswandler mit 220-Volt-Anschluss.

Egal welches Gimmick man mit der 12-Volt-Steckdose betreibt, sollte man allerdings etwas Vorsicht walten lassen, sagt Hans-Georg Marmit von der Sachverständigen Organisation KÜS in Losheim am See. So muss man während des Fahrens darauf achten, dass die Accessoires nicht die Sicht blockieren, den Fahrer nicht ablenken oder behindern und bei einem unvorhergesehenen Ausweich- oder Bremsmanöver nicht zum gefährlichen Geschoss werden, rät der Experte.

Batterie: Motor laufen lassen

Und wenn man das Zubehör im Stehen nutzt, muss man immer Batteriekapazität im Hinterkopf haben, mahnt Marmit. Die Kleingeräte mit einer Leistungsaufnahme von wenigen Watt könne man zwar bedenkenlos betreiben. Doch Kaffeemaschinen, Akkusauger, Luftpumpen oder Ladegeräte nutzt man besser nur mit laufendem Motor.

So breit das Angebot an Zubehör auch sei, sieht Marmit für den 12-Volt-Anschluss allerdings heftige Konkurrenz aufkommen, die im Auto mittlerweile fast genauso weit verbreitet ist: die USB-Schnittstelle.

Und weil die noch sehr viel universeller und weiter verbreitet ist, gibt es für sie aus der Elektronik-Welt noch mehr Gadgets, die natürlich allesamt auch im Auto funktionieren. Selbst Raucher können die USB-Schnittstelle nutzen - als Ladebuchse für ihre E-Zigaretten.

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