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Der FC Bayern Basketball schlägt im Topspiel ALBA Berlin und bleibt damit weiter ungeschlagen. Ein Routinier avanciert zum Topscorer für die Münchner.

Der deutsche Basketball-Meister Bayern München hat seinem scheidenden Präsidenten Uli Hoeneß mit einem Sieg im Topspiel gegen Alba Berlin ein perfektes Abschiedsgeschenk bereitet.

Im 50. Duell der beiden Spitzenklubs setzten sich die Bayern mit 84:80 (41:38) durch und behielten in der Basketball Bundesliga (BBL) ihre weiße Weste. Während München mit 12:0 Punkten die Tabellenführung übernahm, fiel Vizemeister Alba (10:2) nach der ersten Saisonniederlage auf Rang drei zurück.

"Es war ein super Spiel, wir haben uns schwer getan im ersten Viertel. Es war nicht so einfach nach der Reise nach Istanbul und fast ohne Vorbereitung. Ich muss der Mannschaft und dem Trainer ein großes Kompliment aussprechen. Man kann sagen, dass die Mannschaft sehr viel Charakter hat. Wir haben es verpasst, höher zu gewinnen, sagte FCB-Geschäftsführer Marko Pesic nach der Partie. 

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King Topscorer der Partie

Die vergangenen fünf Duelle mit Berlin haben die Bayern damit für sich entschieden, darunter alle drei Finalspiele in der vergangenen Saison. Bester Werfer der Münchner war Alex King mit 19 Punkten. Bei den Gästen stachen Rokas Giedraitis (17 Punkte) und Nationalspieler Johannes Thiemann (16) heraus.

"ALBA ist eine sehr gute Mannschaft, es ging Kopf an Kopf, und wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Es ging um den ersten Platz – wichtig war für uns, dass wir mithalten und das Spiel gewinnen konnten. Wir haben den Zuschauern eine gute Show geboten und sind jetzt froh über einen freien Tag, um uns erstmal auszuruhen", sagte Topscorer King nach der Partie.

Berlins Coach Aito erklärte: "Wir haben heute lange versucht dagegen zu halten, doch wir hatten in der entscheidenden Phase zu viele Fehler und Ballverluste. Am Ende hatten wir dann auch nicht mehr genügend Energie."

Die Bayern fanden vor den Augen des mit Standing Ovations begrüßten Hoeneß, der seinen Posten als Klubpräsident am Freitag räumen wird, zunächst im Angriff nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus und lagen folgerichtig nach sieben Minuten mit 9:19 zurück. Doch der Meister kämpfte sich im zweiten Viertel in die Partie, konnte beim 28:28 erstmals wieder ausgleichen und ging sogar mit einer Drei-Punkte-Führung in die Pause.

Bayern zieht im dritten Viertel davon

Vor 6500 Zuschauern blieb Alba aber zunächst dran. Erst zum Ende des dritten Viertels erhöhten die Gastgeber, die schon 2014, 2018 und 2019 in den Finalserien um die deutsche Meisterschaft die Oberhand behalten hatten, den Vorsprung auf neun Punkte (62:53) und kamen anschließend nicht mehr in ernsthafte Bedrängnis.

"Vielleicht haben sich die Spieler deswegen noch etwas mehr angestrengt. Es war wichtig, dass wir gegen Real und gegen Berlin gewonnen haben, sodass er mit einem guten Gefühl zur Jahreshauptversammlung reisen kann", machte Pesic den Abschied von Hoeneß mitverantwortlich für den Erfolg. Der scheidenden Bayern-Präsident bekam in der Kabine anschließend von Danilo Barthel den Spielball als Geschenk und Geste überreicht.

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Erster Bayern-Verfolger ist Brose Bamberg, der frühere Serienmeister deklassierte die Telekom Baskets Bonn mit 106:81 (55:28) und gewann das fünfte Spiel in Folge. Auf Rang drei liegen die MHP Riesen Ludwigsburg (12:2), die schon am Samstag bei den Crailsheim Merlins 92:83 (46:40) gesiegt hatten. Die BG Göttingen feierte nach sechs Niederlagen zum Saisonstart durch das 104:87 (56:47) gegen die EWE Baskets Oldenburg den ersten Sieg, bleibt jedoch auf dem letzten Platz.

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