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In der easycredit BBL feiern die FRAPORT Skyliners einen Sieg gegen Rasta Vechta. Im Topspiel lassen die MHP Riesen Ludwigsburg den Brose Bamberg keine Chance.

Im Abendspiel des Finalturniers der easycredit BBL starteten die MHP Riesen Ludwigsburg ein Basketball-Feuerwerk und überrollten die Brose Bamberg mit 103:74.

Lediglich in der Anfangsphase konnte der ehemalige Serienmeister aus Franken die Riesen fordern und lag zwischenzeitlich mit fünf Punkten in Führung. Aber Ludwigsburg fand noch im ersten Viertel zu alter Stärke zurück und ging mit 25:17 in die erste Viertelpause.

Dieser Trend war wegweisend für den Rest des Spiels. Kontinuierlich baute der vor dem Match Zweitplatzierte der Gruppe B (SERVICE: Die Tabelle der Finalrunde) seine Führung aus. Besonders bemerkenswert war die Ballsicherheit der Baden-Württemberger. Bei Spielende standen für die Riesen gerade einmal drei Turnovers zu Buche. Bamberg hingegen verlor 15 Mal den Ball, acht Mal durch einen Steal der Ludwigsburger.

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Richtig bitter wurde es für Bamberg im Schlussviertel. Offensiv ging kaum noch was und defensiv konnte man der Ludwigsburger Spielfreude ebenfalls nichts mehr entgegensetzen.

Besonders treffsicher auf Ludwigsburger Seite zeigte sich Thomas Wimbush II. Mit 20 Punkten avancierte er zum Topscorer des Spiels und trug sich auch noch dreimal in die Reboundliste ein.

Ludwigsburg gibt Statement ab

"Wir wussten, wir müssen rausgehen und ein Statement abgeben", zeigte sich der Topscorer nach der Partie bei MagentaSport zufrieden mit der gezeigten Leistung. Auch Riesen-Coach John Patrick fand nur Lob für sein Team: "Die Jungs waren sehr motiviert, in Bamberg hatten wir eng  verloren. Heute haben sie sehr gut gespielt." Gleichzeitig wusste er um den entscheidenden Faktor zum Sieg: " Nur drei Turnover – Wahnsinn! Auch wenn wir nicht schön spielen, ist das ein Schlüssel zum Erfolg."

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Bambergs Christian Sengfeld war hingegen ordentlich bedient nach dem Spiel. "Wir hatten keine Energie. Die Riesen haben uns offensiv komplett rausgenommen. Es war einfach nicht gut genug." Aber für die immer noch sieglosen Bamberger heißt es nun volle Konzentration auf das nächste Spiel. "Wir müssen schnell regenerieren, weil wir in zwei Tagen schon wieder spielen. Da müssen wir eine Antwort geben."

Diese Antwort ist mehr als nötig. Während Ludwigsburg mit drei Siegen aus drei Spielen vorübergehend die Tabellenführung in der Gruppe B übernimmt, steht Bamberg auf dem fünften und letzten Rang.

Frankfurt kann aufatmen

Die Fraport Skyliners haben beim Finalturnier der Basketball Bundesliga easycredit BBL in München im dritten Anlauf den ersten Sieg geholt.

Die Frankfurter setzten sich mit 63:59 (31:34) gegen Rasta Vechta durch, das in der Gruppe B die zweite Niederlage im zweiten Einsatz kassierte. Beide Teams sind noch im Rennen um ein Viertelfinalticket. (SERVICE: Die Tabelle des BBL-Finalturnier)

Im wichtigen Spiel fehlte den Skyliners in der zweiten Halbzeit Sebastian Gleim.

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Der Trainer reklamierte nach einer Schiedsrichterentscheidung kurz vor der Pause so heftig, dass er nach zwei technischen Fouls den Innenraum verlassen musste. "Es hilft nichts, gegen die Schiedsrichter zu wettern – die pfeifen genauso weiter", sagte Gleims Assistent Klaus Perwas nach dem Spiel zu der Szene.

Ärger nachzuvollziehen

Gunnar Wöbke, Chef der FRAPORT Skyliners, wurde in der Halbzeitpause bei MagentaSport schon deutlicher: "Den Ärger von Sebastian kann ich schon nachvollziehen. Junge Spieler wie Len kriegen kaum Fouls, das macht den Trainer nicht glücklich."

Nach dem Spiel wollte man sich auf Seiten der Frankfurter aber nicht mehr lange damit aufhalten. "Was heißt erleichtert - ich find's gut, dass wir jetzt mal ein Spiel gewonnen haben. Es wäre bitter, wenn wir verloren hätten und gegen Bamberg ein Do-or-Die-Spiel gehabt hätten", ordnete Gleim den Sieg ein.

Vechta und Frankfurt lieferten sich ein wenig ansehnliches Duell auf Augenhöhe, das allein von der Spannung lebte. Die Entscheidung fiel elf Sekunden vor Schluss, als Gytis Masiulis zum 62:59 für die Skyliners traf und anschließend einen Freiwurf verwandelte. Bester Werfer der Hessen war Neuzugang Yorman Polas Bartolo (16 Punkte), bei Vechta hieß der Topscorer Trevis Simpson (19).

Mit sid-Material

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