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Kapitän Danilo Barthel (m.) verlässt den FC Bayern
Kapitän Danilo Barthel (m.) verlässt den FC Bayern © Imago
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München - BBL-Klub Bayern München stellt seinen neuen Cheftrainer Andrea Trinchieri offiziell vor. Bei der PK erhöht Geschaftsführer Marko Pesic den Druck auf die Profis.

Keine Kompromisse, keine Ausreden: Geschäftsführer Marko Pesic von Basketball-Bundesligist Bayern München hat nach einer enttäuschenden Saison den Druck auf seine Profis deutlich erhöht.

"Wir müssen wieder attackieren, wenn wir Champion werden wollen. Wir haben etwas zu beweisen. So etwas wie in der vergangenen Saison darf nicht mehr passieren", sagte Pesic am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Cheftrainers Andrea Trinchieri in aller Deutlichkeit.

Die Mannschaft müsse wieder "Hunger haben und mit 100 Prozent Enthusiasmus dabei sein", forderte der 43-Jährige. Dies sei seinem Team zuletzt "abhanden gekommen". Ab sofort werde es "keine Ausreden mehr geben". Und wenn alles zusammenpasse, so Pesic weiter, "werden wir auch wieder gute Chancen haben, Titel zu holen."

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Trinchieri neuer Coach

Dafür haben die Bayern den impulsiven Italiener Trinchieri verpflichtet, der mit klaren Vorstellungen von Partizan Belgrad nach München gekommen ist. "Es wird keine Kompromisse geben. Die Spieler müssen bereit sein, alles zu geben - immer. Das ist mein Mantra", betonte der 51-Jährige, von 2014 bis 2018 Erfolgscoach in Bamberg.

Man wolle Meister Alba Berlin "natürlich jagen, wir wollen ihre Burg angreifen."

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Noch bastelt der fünfmalige Meister nach den Abgängen der Nationalspieler Danilo Barthel und Maodo Lo an einem schlagkräftigen Kader, der Alba wieder vom Thron stoßen und in der EuroLeague eine bessere Rolle als zuletzt spielen soll. Vor allem "die Chemie" in der Mannschaft müsse stimmen, sagten Pesic und Trinchieri unisono. Man müsse wieder "Begeisterung spüren".

Bayern wollen kein Risiko eingehen

Bei der Auswahl der Spieler werde der FC Bayern in komplizierten Corona-Zeiten aber finanziell "kein Risiko eingehen", sagte Pesic und sprach von einer "großen Herausforderung", die im November beginnende Saison "seriös" zu planen.

Klar ist für den 43-Jährigen nur: "Wir werden uns von Klubs wie Barcelona oder ZSKA Moskau nicht treiben lassen und unseren eigenen Weg gehen. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen." Man müsse eben "kreativ sein" und bei der Auswahl der Spieler "noch genauer hinschauen", ergänzte Trinchieri gelassen.

Erwartungen in München hoch

In der vergangenen Saison hatte nicht so viel gepasst. Den FC Bayern hatte beim Bundesliga-Finalturnier als Tabellenführer der abgebrochenen Hauptrunde ebenso das frühe Aus ereilt wie zuvor im Pokal-Achtelfinale. In der EuroLeague blieb das Team ebenfalls weit hinter den eigenen Erwartungen zurück.

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Der wortgewaltige Mailänder Trinchieri soll das nun ändern. Er wisse, wie erfolgreich Bayern München im Fußball sei, er wolle nun "dabei helfen, dass wir uns auch im Basketball irgendwann ähnlich etablieren."

Dass er mit solchen Aussagen die Erwartungshaltung in München noch weiter erhöht, ist Trinchieri egal. "Druck? Das habe ich immer. Druck ist dazu da, um besser zu werden."

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