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Der FC Bayern sichert sich das historische Ticket für die EuroLeague-Playoffs. Das Spiel nimmt zuvor einen dramatischen Verlauf. Trinchieri vergleicht es mit Schokolade.

"I asked for wine and they gave me Coke. And now I have to hold this press conference. Unglaublich."

So betrat Trainer Andrea Trinchieri die Pressekonferenz nach dem historischen Einzug des FC Bayern München in den Playoffs der Basketball-EuroLeague.

Nach einem unglaublich dramatischen Spiel hatten sich die Bayern denkbar knapp mit 71:70 (37:36) gegen den litauischen Vertreter Zalgiris Kaunas durchgesetzt und als erstes deutsches Team den Einzug in die Playoffs geschafft.

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Die entscheidenden Punkte fielen dabei erst 2,3 Sekunden vor dem Ende. Vladimir Lucic behielt die Nerven und verwandelte zwei Freiwürfe, die den Bayern den Sieg brachten. (Tabellen der EuroLeague)

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Bayern-Trainer vergleicht Spiel mit Schokolade

Zuvor hatte Bayern einen knappen Vorsprung verspielt und für längere Zeit keinen Korb mehr erzielen können. Insgesamt gelangen den Münchnern im Schlussviertel nur 14 Zähler - doch auch Kaunas gelang gegen tapfer verteidigende Bayern nicht allzu viel.

"Das Spiel wurde zu einem bestimmten Zeitpunkt wie heiße Schokolade, wenn es Winter ist. Und dann wird die Schokolade dicker und dicker, bis du den Löffel in der Tasse nicht mal mehr bewegen kann. So war das letzte Viertel. Ich war dafür bereit. Wenn ein Team den ganzen Druck hat und das andere keinen, würde es eben schwierig werden", beschrieb Trinchieri das Schlussviertel.

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Der Erfolgscoach weiter: "Diese Gruppe von Spielern hat etwas Besonderes geschafft. Ich bin stolz. Wir fanden einen Weg, wie diese Gruppe an Spielern zusammenspielt. Wir glänzen nicht. Wir graben uns jedes Mal aus Löchern heraus - und sterben nie. Eventuell ist das unser Schicksal. Ich will nicht einen der Spieler ändern. So sind wir eben."

Auch der gegnerische Trainer Martin Schiller sieht in dem Erfolg einen besonderen Moment für Basketball-Deutschland: "Gratulation an München zum Sieg und zum Einzug in die Playoffs. Das ist historisch. Als erstes deutsches Team die Euroleague-Playoffs zu schaffen, ist riesig für die Basketball-Kultur in diesem Land. Es ist ein besonderer Tag für den deutschen Basketball."

Bei der Presseabteilung der Bayern gab es nach dem historischen Erfolg kein Halten mehr
Bei der Presseabteilung der Bayern gab es nach dem historischen Erfolg kein Halten mehr © FC Bayern Basketball

Zipser: "Wird ein bis zwei Weinchen geben"

Über die kompletten 40 Minuten war die Partie hochspannend. Keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich deutlich abzusetzen. Im letzten Viertel überzeugten die Bayern zunächst mit einer stabilen Defensive und Kaltschnäuzigkeit in der Offensive. Dann kippte die Begegnung zugunsten der Gäste. In den dramatischen Schlussminuten behielt Lucic kühlen Kopf. 

"Es ist Wahnsinn. Ich habe gespürt, dass wir es heute fertigmachen", sagte Nationalspieler Paul Zipser bei MagentaSport: "Es wird ein bis zwei Weinchen geben. Aber während Corona ist es natürlich schwierig, irgendwas Geiles zu machen. Jeder für sich wird eine Lösung finden, das zu feiern."

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Schützenhilfe hatten die Bayern zuvor von Baskonia Vitoria bekommen. Die Spanier verloren nach Verlängerung mit 101:111 gegen Anadolu Efes, damit sind die Münchner am letzten Spieltag nicht mehr aus den Top 8 zu verdrängen. Matchwinner Lucic (13 Punkte) und Jalen Reynolds (12) ebneten als beste Werfer den Weg für die Bayern ins Viertelfinale der Königsklasse.

Seit dem Jahr 2000 besteht der Wettbewerb, und die deutschen Teams waren bislang maximal Mittelmaß. Die Münchner haben diese Bilanz nun geändert. Das Final Four findet Ende Mai in Köln statt.

Das Spiel im Stenogramm:

Bayern München - Zalgiris Kaunas 71:70 (37:36)
Beste Werfer: Lucic (13), Reynolds (12), Weiler-Babb (11) für München
Walkup (16), Hayes (12), Lavergne (12), Lekavicius (10) für Kaunas
Zuschauer: keine

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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