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Henrik Rödl startet per Gala mit seinem Team in die heiße Phase der WM-Vorbereitung
Henrik Rödl startet per Gala mit seinem Team in die heiße Phase der WM-Vorbereitung © Getty Images
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Im ersten WM-Test der deutschen Nationalmannschaft überzeugt das Team von Henrik Rödl. Vor allem in der zweiten Hälfte liefert das Team eine Gala ab.

Ausrufezeichen ohne den Anführer: Auch in Abwesenheit von NBA-Star Dennis Schröder haben die deutschen Basketballer in der WM-Vorbereitung Schwung aufgenommen. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl bezwang den Weltranglisten-54. Schweden in Trier ohne Mühe mit 78:46 (37:23) und bewies knapp drei Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft in China vor allem im zweiten Durchgang bereits gute Frühform.

"Am Anfang hat noch nicht alles gestimmt, das ist auch normal nach der harten Arbeit. Die Beine waren etwas schwer. Aber wir können auf der Leistung von heute aufbauen", sagte Bundestrainer Henrik Rödl bei Magenta Sport.

Paul Zipser (14) und Maodo Lo (13) waren die besten Werfer der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB), die sich als Gruppenzweiter weitgehend ohne NBA-Akteure und EuroLeague-Spieler frühzeitig für die WM qualifiziert hatte. Im ersten WM-Test konnte Rödl nun auf vier Spieler aus der nordamerikanischen Eliteklasse zurückgreifen, musste allerdings noch auf Schröder verzichten. 

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Schröder stößt erst später zur Truppe

Der 25-Jährige muss nach DBB-Angaben in den USA noch "wichtige persönliche Dinge" erledigen und stößt deshalb erst in der kommenden Woche vor dem Supercup zur Mannschaft. Überraschend hatte der Bundestrainer bereits vor dem Test die ersten beiden Spieler gestrichen. Karim Jallow und Joshiko Saibou mussten die Heimreise antreten, zwei weitere Akteure werden bis zur WM noch folgen.

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Ohne Aufbauspieler Schröder fehlte dem deutschen Team in der Anfangsphase noch die Struktur im Angriffsspiel, viele einfache Ballverluste hemmten den Spielfluss. Obwohl Rödl bereits zu Beginn sehr viel durchwechselte, arbeitete die DBB-Auswahl allerdings defensiv sehr konzentriert und ließ im ersten Viertel nur sieben Punkte zu.

Wagner gibt sein Debüt

So startete Deutschland mit einem Polster von neun Punkten ins zweite Viertel, suchte zunächst aber weiter nach dem Rhythmus in der Offensive. Beim 25:15 betrug der Vorsprung nach 15 Minuten dank der Dominanz unter den Brettern erstmals zehn Punkte, Sekunden später kam Moritz Wagner von den Washington Wizards zu seinem Länderspieldebüt, blieb allerdings ohne Punkte.

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Das war aber kein Grund zur Trauer für den NBA-Legionär. "Das ist mir ziemlich Latte, ehrlich gesagt. Die Qualität des teams ist es, dass es sehr tief ist und alle zusammenspielen. Darum geht es", gab sich Wagner gelassen und stellte das Team bei Magenta Sport in den Vordergrund. "Es hat Spaß gemacht. Ich habe lange nicht mehr in Deutschland gespielt. Es ist eine tolle Truppe und ich bin froh, hier zu sein."

Zipser bringt Halle zum Kochen

In der Endphase des ersten Durchgangs brachten Paul Zipser (19.) und Maximilian Kleber (20.) die Halle mit zwei "Alley Hoops" erstmals richtig zum Kochen und besorgten so den Halbzeitstand von 37:23.

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Nach dem Wechsel überzeugte der WM-Dritte von 2002 auch offensiv mit zahlreichen gelungenen Spielzügen, Zipser sorgte mit einem Dreier in der 26. Minute erstmals für einen 20-Punkte-Vorsprung. Die schwachen Skandinavier fanden in dieser Phase weder offensiv noch defensiv Mittel gegen die DBB-Auswahl. Mit einer 30-Punkte-Führung im Rücken zeigte das deutsche Team dem Publikum in der Schlussphase zeitweise starken Basketball.

Dementsprechend zufrieden war auch Johannes Thiemann nach dem Spiel. "Wir können einigermaßen zufrieden sein. Wir haben den Schweden nicht viel erlaubt. das war ein erster guter Schritt", sagte der gebürtige Trierer im Anschluss bei Magenta Sport.

Nächster Test beim Supercup

In der kommenden Woche warten auf die Nationalmannschaft beim Supercup in Hamburg (16. bis 18. August) mit Ungarn und den ebenfalls für die WM qualifizierten Polen und Tschechen bereits deutlich härtere Aufgaben. Anschließend steigt das Team in den Flieger nach Asien, wo in Japan weitere Testspiele auf dem Programm stehen.

Am 1. September beginnt für die deutsche Auswahl die Weltmeisterschaft (bis 15. September) mit einem Duell in Shenzhen gegen Mitfavorit Frankreich, danach warten Partien gegen die Außenseiter Jordanien und die Dominikanische Republik.

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