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Daniel Theis läuft beim Test gegen Tschechien heiß
Daniel Theis läuft beim Test gegen Tschechien heiß © Imago
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Dennis Schröder und Daniel Theis legen beim Härtetest gegen Tschechien eine beeindruckende Show hin. Und auch der Rest des deutschen Kaders kann sich sehen lassen.

Geniestreiche von Dennis Schröder, krachende Dunkings von Daniel Theis, echtes Teamwork unter den eigenen Körben: Die deutschen Basketballer haben den ersten echten Härtetest der WM-Vorbereitung mit Bravour bestanden.

Beim Supercup in Hamburg besiegte das mit viel NBA-Power ausgestattete Team von Bundestrainer Henrik Rödl die ebenfalls in China an den Start gehenden Tschechen mit 87:68 (39:31).

Schröder mit 21 Punkten und sein kongenialer Partner Theis mit 17 Zählern hatten als beste Werfer großen Anteil am zweiten Sieg im zweiten Spiel bei dem traditionsreichen Turnier in Hamburg, das für die deutsche Mannschaft am Sonntag mit einem Duell gegen Polen (15.00 Uhr) endet. 

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Zipser sieht noch Luft nach oben

"Zwischendurch gab es Phasen, in denen wir locker gelassen haben. Wir sind aber sehr vielseitig. Wenn wir so spielen, dann macht es Spaß", sagte Theis bei Magenta Sport. Paul Zipser war zwar zufrieden, gab sich aber auch selbstkritisch: "Streckenweise war es gut. Wir haben aber auch wieder ein bisschen nachgelassen. Daran müssen wir arbeiten."

Am Freitag hatte Rödls Team locker, aber nicht in jeder Phase überzeugend, gegen Ungarn (83:63) gewonnen. Der erste Test zuvor in Trier gegen Schweden (78:46) war noch ohne Schröder gelungen. 

"Er ist ein Ausnahmeathlet, das ist keine Frage. Er ist auch der Anführer der deutschen Mannschaft", sagte Kamil Novak, Generalsekretär FIBA/Europa bei Magenta Sport über Schröder. Der 25-Jährige sei ein Ausnahmespieler. 

Staker Kader im Test gegen Tschechien

Schröder, Theis, Maximilian Kleber, Moritz Wagner, Isaac Bonga, Paul Zipser - Rödl hat eine Menge NBA-Erfahrung in Hamburg dabei, hinzu kommen gestandene Profis aus der immer stärkeren EuroLeague wie Johannes Voigtmann, Danilo Barthel oder Maodo Lo. Das Niveau der DBB-Auswahl kann sich auch international ohne Zweifel sehen lassen.

Deutschlands Co-Trainer Patrick Femerling erklärte: "Dennis braucht gute Mitspieler. Das war auch bei Dirk (Nowitzki/Anm.d.Red.) so. Umso besser seine Mitspieler sind, umso besser ist auch Dennis."

Das die Gastgeber gut aufgestellt sind, zeigten sie gegen Tschechien in einem sehr starken ersten Viertel (23:14), das Schröder unnachahmlich dominierte. Ob eigener Wurf oder Pass - der gebürtige Braunschweiger traf so gut wie immer die richtig Entscheidung.

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In der Defensive packten die deutschen Hünen auch im zweiten Viertel zunächst weiter beherzt zu, ließen aber kurz vor der Pause unter beiden Körben etwas nach.

Nach dem Seitenwechsel schickte der sehr emotional coachende Rödl, der auf Kapitän Robin Benzing (Knie) und Andreas Obst (private Gründe) verzichtete, wieder seine erste Fünf auf das Parkett, aus der neben Schröder auch Center Theis herausstach.

Pesic: DBB-Team gehört zu Mitfavoriten

Auch die Tiefe des Kaders wurde deutlich.

Der frühere Bundestrainer Svetislav Pesic hält die Mannschaft bei der WM in China gar für einen ernsthaften Anwärter auf Edelmetall. Pesic sieht Parallelen zu seiner Europameister-Mannschaft von 1993, der auch Rödl angehörte.

"Es ist eine Generation, die gut zusammenpasst", sagte der 69-Jährige dem Münchner Merkur: "Sie haben Ambitionen, Ziele. Ich glaube, dass Deutschland zu den Medaillenfavoriten zählt."

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Das Gedränge um die zwölf Kaderplätze ist groß, Rödl wird vor dem Abflug nach Japan am 21. August, wo letzte Testspiele vor dem ersten WM-Duell gegen Frankreich am 1. September anstehen, aller Voraussicht nach das Aufgebot auf 13 Profis reduzieren. Ein Spiel haben die Akteure in Hamburg noch, um beim Bundestrainer zu punkten.

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