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München - Das Aus der USA bei der Basketball-WM löst in der Heimat ein geteiltes Echo aus. Die Niederlage gegen Frankreich sei peinlich, aber auch vorhersehbar. Pressestimmen.

Das frühe Ausscheiden des favorisierten Basketball-Teams bei der WM hat in den USA für großes Aufsehen in der Presselandschaft gesorgt.

Für die meisten Medien kam das Viertelfinal-Aus des zuvor seit 58 Spielen ungeschlagenen Topfavoriten gegen Frankreich überraschend.

"Mon Dieu! Frankreich dreht spät auf und schockt Team USA", heißt es bei nbcnews.com. "Die Mannschaft wird ohne Medaille aus China wieder abreisen."

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New York Post: "Peinliche Niederlage"

Die New York Post titelt: "Die Amerikaner erleiden eine peinliche WM-Niederlage." Das Team um den neuen Celitcs-Star Kemba Walker sei angetreten, um als erste Nation drei WM-Titel in Folge zu gewinnen. Am Ende habe es lediglich zur direkten Qualifikation für Olympia 2020 in Tokio gereicht.

Allerdings waren sich die Kommentatoren auch darin einig, dass die US-Amerikaner in China nicht so dominant aufgetreten sei, wie man es von einem Favoriten erwarten konnte.

Denn erstens sei die Mannschaft, in der mit Walker und Khris Middleton nur zwei All-Stars standen, nicht mit früheren Auswahl-Team der USA zu vergleichen gewesen. Und zweites habe die Truppe von Coach Gregg Popovich nicht den besten Team-Basketball gespielt, um erfolgreich zu sein.

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USA Today zählt Absagen auf

Vor der WM hätten die Spieler, die für das Turnier abgesagt haben, für viel mehr Schlagzeilen gesorgt als diejenigen, die dann letztendlich dabei waren. "LeBron James, Anthony Davis, Damian Lillard, Steph Curry, James Harden…die Liste ging immer weiter", zählt USA Today auf.

In dem Artikel wird auch deutlich gemacht, wo der Unterschied zu den Franzosen während der 79:89-Niederlage lag: "Sie spielten zusammen an beiden Enden des Parketts. Rudy Gobert hat unter dem Korb dicht gemacht. Evan Fournier, Nandoi de Colo und Frank Ntilikina haben die wichtigen Würfe getroffen."

Bei den Amerikanern um die schwachen Walker und Middleton, der nur zwei seiner sieben Wurfversuche traf, hätte indes die Chemie auf dem Feld nicht so gestimmt wie bei Frankreich oder Argentinien. (SERVICE: Spielplan der Basketball-WM)

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Forbes: "Das bessere Team hat gewonnen"

Das Magazin Forbes hält nüchtern fest: "Das bessere Team hat gewonnen. Das ist die Wahrheit." Dies sei auch damit zu begründen, dass der Mannschaft nach den vielen Absagen "schlicht und einfach die Qualität gefehlt" habe, die beiden besten französischen Spieler Evan Fournier und Gobert zu stoppen.

Bei den kommenden Olympischen Spielen hingegen werde das Team aller Voraussicht nach wieder mit den Superstars des Landes antreten, die Wiedergutmachung betreiben sollen.

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Ob die "zwölf überragenden Athleten", die noch nie zuvor miteinander in einem Team gespielt haben werden, aber Olympia-Gold holen können, wird bezweifelt. Denn: "Der Rest der Welt hat die USA schon lange eingeholt."

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