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Im ersten Halbfinale der Basketball-WM setzt sich Spanien gegen Australien nach Overtime durch. Umstrittene Entscheidungen bringen einen NBA-Star auf die Palme.

Spanien und Argentinien spielen im Finale der Basketball-WM in China um ihren jeweils zweiten Titel.

Die Spanier gewannen das erste Halbfinale dank großer Ausdauer und NBA-Champion Marc Gasol gegen Australien nach zweimaliger Verlängerung 95:88 (80:80, 71:71, 32:37), die Argentinier setzten sich nach dem Viertelfinalsieg über Vizeweltmeister Serbien in Peking mit 80:66 (39:32) gegen Frankreich durch, das zuvor Weltmeister USA ausgeschaltet hatte.

Angeführt vom Center der Toronto Raptors setzte sich der Goldmedaillengewinner von 2006 im Halbfinale gegen Australien nach zweimaliger Verlängerung mit 95:88 (80:80, 71:71, 32:37) durch und bekommt es am Sonntag (14.00 Uhr) in Peking im Endspiel mit Frankreich oder Argentinien zu tun.

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Australiens Andrew Bogut war nach der Niederlage sichtlich aufgebracht wegen der einen oder anderen strittige Schiedsrichterentscheidung in der Endphase der Partie. Während der Center durch die Mixed-Zone lief, schrie er an den Weltverband FIBA und die Schiedsrichter gerichtet: "Es ist eine verdammte Schande."

Australien verpasst Revanche

Durch die Niederlage blieb den "Boomers" die Revanche für das verlorene Duell um Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 verwehrt.

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Wie vor drei Jahren in Brasilien, als Spanien 89:88 gewann, begegneten sich die beiden bis dahin im Turnier ungeschlagenen Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. 

Ab dem zweiten Viertel machten die Australier dem dreimaligen Europameister aber zunehmend mit ihrer starken Defensive das Leben schwer und zogen nach der Pause erstmals zweistellig davon (50:39/26. Minute). Doch die Spanier kämpften sich ins Spiel zurück.

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Gasol nicht zu stoppen

Australiens Topscorer Patty Mills von den San Antonio Spurs (32 Punkte) erzwang mit einem erfolgreichen Freiwurf die erste Overtime, Gasol auf der Gegenseite mit zwei Treffern von der Linie die zweite - und die Spanier hatten den längeren Atem.

Gasol (33 Punkte) machte 23 Sekunden vor Schluss mit dem Korb zum Endstand den Sieg perfekt. Asien bleibt für die Iberer ein gutes Pflaster. Ihren ersten WM-Titel holten sie in Japan.

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Durch den Erfolg hat Gasol die Chance, als zweiter Spieler im gleichen Jahr NBA-Champion und Weltmeister zu werden. Zum bislang einzigen Mal war dies 2010 Lamar Odom gelungen. Nach dem Triumph mit den Los Angeles Lakers holte der heute 39-Jährige damals in der Türkei mit dem Team USA den Titel.

Franzosen verlieren nach Fehlstart

Im zweiten Halbfinale enttäuschten die Franzosen zwei Tage nach ihrem Coup gegen die Amerikaner (89:79). Der Bronzemedaillengewinner von 2014 leistete sich einen Fehlstart (2:10) und lief ständig einem Rückstand hinterher. Rudy Gobert (Utah Jazz), zuletzt zweimal nacheinander als bester NBA-Verteidiger ausgezeichnet, trat unter dem eigenen Korb nicht annähernd so dominant auf wie im bisherigen Turnierverlauf.

Bei den Südamerikanern trumpften wie im Viertelfinale gegen Serbien vor allem der bereits 39-jährige Luis Scola (28 Punkte) und Spielmacher Facundo Campazzo (12) auf. Argentinien dominierte das Spiel bis zum Schluss, Frankreich fand vorn und hinten nie ein Mittel. Beste Werfer waren Frank Ntilikina und Evan Fournier (16 Punkte).

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