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München - Eugenie Bouchard mag sich auf Social Media rarer machen - und nicht mehr so oft ihren "Hintern posten". Die Entscheidung hat nicht nur "mit ihrem Alter" zu tun.

Das dürfte bei ihrer (männlichen) Fan-Community wenig Begeisterungsstürme auslösen:

Eugenie Bouchard will sich künftig weniger freizügig als gewohnt in der Öffentlichkeit präsentieren - so jedenfalls der Plan.

"Ich will davon wegkommen, Bikini-Bilder zu posten. Ehrlich! Ich versuche mein Bestes", sagte die Tennis-Schönheit nun in einem Podcast des US-Magazins tennis.com.

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"Vielleicht werde ich auch nur älter. Da muss ich nicht mehr täglich Fotos von meinem Hintern posten", fügte die 26-Jährige an, die seit Jahren dafür bekannt dafür, ihre allein mehr zwei Millionen Instagram-Follower neben Tennis-Bildern mit persönlichen wie mitunter recht textillosen Motiven zu versorgen.

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Bouchard: Social Media als Einnahmequelle

Dabei räumte Bouchard ein, von Social Media auch lange profitiert zu haben - nicht nur allein hinsichtlich einer verstärkten öffentlichen Wahrnehmung.

"Als ich gut gespielt habe, ging es auch mit den sozialen Medien so richtig los. Dabei habe ich damals nur das gemacht, was andere 20-Jährige auch gemacht haben. Nur dass meine Sachen von viel mehr Leuten geschaut wurden als die meiner Freunde", sagte die blonde Kanadierin.

Inzwischen indes geht es dabei auch finanziell um Deals und Sponsoring: "Die erste Frage, die Firmen stellen, ist: Wie viele Follower hast du? In allen Verträgen steht drin, wie häufig was gepostet werden muss."

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Kehrseite dessen ist laut Bouchard allerdings, als Profispielerin weniger ernst genommen zu werden - vor allem dann, wenn die Posts den eher geringen sportlichen Erfolg überlagern: "Es hat ein bisschen mein Verhalten beeinflusst. Als es gut lief, haben einen die Leute geliebt. Wenn es schlecht lief, haben sie einen gehasst. Das nervt natürlich."

Twitter-Date beim Super Bowl

In Sachen Social Media "das gesamte Spektrum" erlebt zu haben, schloss nicht zuletzt auch ein turbulentes Twitter-Dates mit dem Studenten John Goehrke mit ein, das am Rande des Super Bowl 2017 an Dynamik gewann und demnächst sogar verfilmt werden soll.

Nun peilt die Nummer 224 der Weltrangliste jedoch einen erneuten Angriff der Kanadierin auf die Spitze an. Zur Erinnerung: Im Oktober 2014 stand Bouchard sogar auf Platz fünf, flog im Vorjahr jedoch angesichts zeitweise 13 Niederlagen am Stück aus den Top 300.

Mit ihrer neuen Trainerin Rennae Stubbs soll nun einiges besser werden - dazu kommt die Zusammenarbeit mit dem Fitnesscoach Gil Reyes, der einst Andre Agassi Beine machte.

"Ich bin quasi im Oktober wegen ihm nach Las Vegas gezogen. Er ist der beste Krafttrainer der Welt. Der körperliche Aspekt meines Spiels musste sich verbessern", erklärte Bouchard.

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Bouchard will sportlichen Erfolg

Die Umstellung trägt erkennbar erste Früchte: Beim Turnier in Prag verpasste sie kürzlich zwar nach einem guten Match gegen die Top-Spielerin Elise Mertens das Halbfinale - zuvor feierte sie aber zwei Siege gegen deutlich höher gerankte Spielerinnen.

Während der Corona-Zwangspause habe sie hart an sich gearbeitet: "Ich hätte entweder auf der Couch liegen und fett werden können - oder trainieren. Das habe ich gemacht."

Mit Bikini-Fotos jedenfalls hielt sie sich zuletzt bedeckt.

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