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Schindler © SPORT1
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Paukenschlag beim German Darts Masters: Nach einem Mega-Comeback bezwingt Martin Schindler den Weltranglistenersten Michael van Gerwen. Max Hopp scheitert.

Für Max Hopp ist das German Darts Masters nach dem ersten Tag schon wieder beendet. Gegen Rob Cross setzte es für den "Maximiser" eine 4:6-Niederlage.

In einem ausgeglichenen Match holte sich Cross das Break zum 3:2, das Hopp aber nochmal kontern konnte. Aber das zweite Break zum 5:4 war die Entscheidung.

Dabei lieferten beide Spieler mit insgesamt sieben 180ern und einem Drei-Dart-Average von jeweils über 100 eine beeindruckende Leistung ab und ließen die Stimmung in Köln auch zu später Stunde nochmal hochkochen.

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Schindler mit mega Comeback-Sieg gegen MvG

Martin Schindler sorgte für die Sensation schlechthin. Mit 6:5 setzte er sich gegen den großen Favoriten Michael van Gerwen durch. Aber nicht nur, dass er "MvG" früh aus dem Turnier kegelte, er feierte auch noch ein Monster-Comeback nach einem 1:5-Rückstand.

Lässt sich "Mighty Mike" so eine Führung normalerweise nicht mehr nehmen, scheiterte er diesmal vor allem an seiner Checkout-Quote. Lediglich 40 Prozent seiner Würfe auf ein Doppel fanden den Weg ins Ziel.

Der Deutsche hingegen steigerte sich nach seinem kapitalen Fehlstart stetig und setzte den Niederländer immer mehr unter Druck. Aber den verspürte auch Schindler im Entscheidungsleg. Für den finalen Checkout brauchte er insgesamt vier Anläufe. Da van Gerwen jedoch ebenfalls etwas mit den Nerven zu kämpfen hatte, brachte er den Sieg ins Ziel und durfte sich damit zu den ganz großen Gewinnern von Tag eins zählen.

MvG zollte Schindler nach dem Match höchsten Respekt, haderte aber auch mit seiner Leistung. "Glückwunsch an Martin Schindler, dass er so ein Comeback hingelegt hat. Aber ich hätte mich selbst nicht in so eine Situation bringen dürfen. Ich fühlte mich gut und spielte auch ganz Okay, habe aber gute Möglichkeiten ausgelassen. So wurde ich am Ende bestraft", sagte der Niederländer bei ProSieben Maxx.

Suljovic siegt im Österreich-Duell

Im österreichischen Duell mit Maik Langendorf gab sich Mensur Suljovic keine Blöße und setzte sich souverän mit 6:2 durch. Allerdings war es ein Spiel auf durchschnittlichem Niveau.

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Sowohl der Drei-Dart-Average von 90,86 bei Suljovic und 83,69 bei Langendorf als auch die niedrige Checkout-Rate von 35 bzw. 25 Prozent waren alles andere als Weltklasse und dürften kaum für das Überstehen des Viertelfinals reichen.

Clemens beendet Barneys Abschiedstour in Köln

Gabriel Clemens legte hingegen einen starken Auftritt hin und setzte sich gegen Altmeister Raymond van Barneveld mit 6:3 durch. Nach einem Blitzstart führte der Deutsche schnell mit 3:0 und 5:2. Dazu bot er dem Publikum noch zwei 180er.

Mit seinem starken Average von 98,48 legte er das Fundament für seinen Erfolg. Seine solide Checkout-Quote von 66 Prozent brachte den Erfolg schließlich ins Ziel.

Marijanovic nach Fehlstart raus

Peter Wright machte seinem Ruf wieder einmal alle Ehre und unterhielt das Publikum bestens mit seiner Show. Sportlich tat er sich allerdings schwerer als gedacht. Zwar zog er gegen Robert Marijanovic schnell mit 4:0 und 5:1 davon, dann wollte aber nicht mehr viel gelingen. Erst als der Deutsche auf 4:5 verkürzen konnte, fand "Snakebite" wieder zu seiner gewohnten Präzision und konnte den Sack zumachen.

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Überzeugen konnte er vor allem mit seinem Average von 95,36 sowie einer Checkout-Quote von fast 55 Prozent.

Gurney zu stark für Bunse

Wie für Max Hopp ist auch für Christian Bunse das German Darts Masters bereits nach dem ersten Match wieder beendet. Gegen Daryl Gurney war ein 180er und ein Drei-Dart-Average von 92,82 zu wenig, um die schlechte Checkout-Quote wettzumachen. Lediglich zwei von neun Checkouts konnte der "Bunsenbrenner" für sich entscheiden - eine Quote von lediglich 22 Prozent.

Am Ende setzte sich Gurney souverän mit 6:2 durch und zog verdient ins Viertelfinale ein.

Kurz mit Sensationssieg

Nico Kurz sorgte indes für die erste große Überraschung beim German Darts Masters. Gegen den haushohen Favoriten Gary Anderson setzte sich der Deutsche mit 6:4 durch.

Kurz hielt gegen Anderson von Beginn an gut mit und schaffte im fünften Leg das höchstmögliche Finish, als er 170 Punkte auf Null brachte. Anderson blieb vor allem im Scoring stark, Kurz brachte seine Anwurflegs aber nach Hause und feierte den bislang größten Erfolg seiner Karriere.

"Das ist der größte Tag meiner Karriere. Ich hätte das vorher nie für möglich gehalten", sagte ein überglücklicher Kurz: "Ich war einfach dankbar, dass ich die Chance hatte, hier zu spielen. Ich habe einen riesigen Respekt vor Gary Anderson, das kann man nie ganz ausblenden."

Im Viertelfinale trifft Kurz auf Andersons Landsmann Peter Wright.

Wade souverän

James Wade sicherte sich mit einem souveränen 6:2 den Einzug ins Viertelfinale. Mit einem Drei-Dart-Average von 82,29 konnte Kevin Münch den Engländer nicht gefährden, der ebenfalls nur einen soliden Average von 90,9 hinlegte.

Zudem bot Wade seinen Fans den ersten 180er des Tages.

Alle Ergebnisse im Überblick:

Spiel 1: James Wade - Kevin Münch 6:2
Spiel 2: Gary Anderson - Nico Kurz 4:6
Spiel 3: Daryl Gurney - Christian Bunse 6:2
Spiel 4: Peter Wright - Robert Marijanovic 6:4
Spiel 5: Raymond van Barneveld - Gabriel Clemens 3:6
Spiel 6: Mensur Suljovic - Maik Langendorf 6:2
Spiel 7: Michael van Gerwen - Martin Schindler 5:6
Spiel 8: Rob Cross - Max Hopp 6:4

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