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München und Milton Keynes - Dimitri Van den Bergh triumphiert zum ersten Mal in seiner Karriere beim World Matchplay. Im Generationen-Duell mit Gary Anderson schreibt er Geschichte.

Dimitri Van den Bergh hat beim World Matchplay in Milton Keynes für die Sensation gesorgt und im Finale mit 18:10 über den 23 Jahre älteren Gary Anderson triumphiert.

Für "The Dreammaker" ist es nicht nur der erste Titel beim Matchplay – sondern auch der erste überhaupt bei einem Major-Turnier. Als Debütant hat er somit das zweitwichtigste Turnier der PDC nach der Darts-WM gewonnen und Darts-Geschichte geschrieben. Für den Sieg erhielt Van den Bergh, der durch seinen größten Karriere-Erfolg um 14 Plätze auf Platz zwölf in der Weltrangliste kletterte, 150.000 Pfund (knapp 164.000 Euro).

Beide Darts-Profis starteten solide in die Partie und zeigten sich treffsicher auf die Finishes. Zu Beginn gestaltete sich ein völlig ausgeglichenes, jedoch ruhiges Finale. Für ein erstes Ausrufezeichen sorgte der "Flying Scotsman" im elften Leg: Mit einem 130er-Finish breakte er seinen Kontrahenten und ging so erneut in Führung.

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Van den Bergh spielt furios

Doch Van den Bergh hatte die Antwort sofort parat und setzte sogar noch einen drauf. Er breakte Anderson zurück – und zwar mit einem 170er-Finish. Im 14. Leg war es dann auch endlich soweit und die erste 180 fiel. Wieder war es der Youngster, der mit der höchstmöglichen Punktzahl mit drei Pfeilen für ein kleines Highlight sorgte.

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Beim 10:7 konnte sich der Belgier auch erstmals leicht absetzen, während Anderson bei den hohe Scores Schwächen offenbarte. Mit seinem nächsten Break zum 12:8 sorgte Van den Bergh bereits für die Vorentscheidung. Danach wurde seine Leistung nur noch furioser: In Leg 21 nahm er die 124 raus und stellte auf 13:8. Gleich im Anschluss gelang ihm mit 132 erneut ein High-Finish und die nächsten vier Legs in Folge gingen an den 26-Jährigen.

Youngster glänzt mit High-Finishes

Anderson, der im gesamten Match nicht zu seinem Scoring fand, hatte der starken Performance seines Kontrahenten nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich klar geschlagen geben.

Auch in den Statistiken spiegelte sich Van den Berghs Dominanz deutlich wider: Mit einem 3-Dart-Average von 98,31 Punkten und einer Checkout-Quote von 43,59 Prozent hatte er im Vergleich zu Anderson (93,42/37,04 Prozent) deutlich die Nase vorne. Aber damit nicht genug: Während dem Schotten nur einmal die höchste Punktzahl mit drei Darts gelang, legte Van den Bergh drei 180er auf.

Am beeindruckendsten waren aber wohl die High-Finishes des vermeintlichen Außenseiters. Viermal checkte der Sieger mit über 100 Punkten aus - Anderson schaffte das nur ein einziges Mal.

Das Turnier fand wegen der Coronakrise nicht im traditionellen Spielort Blackpool statt. Auch die Zuschauer fehlten beim mit insgesamt 700.000 Pfund (rund 782.000 Euro) Preisgeld dotierten Event. Für den Kampf um die Phil-Taylor-Trophy waren die 16 besten Spieler der Weltrangliste und die 16 besten Spieler der Profitour zugelassen.

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