Das deutsche Penalty-Drama im Video
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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verliert ein dramatisches Spiel gegen die Schweiz. Der Turniersieg ist damit nicht mehr möglich.

Die deutschen Eishockey-Nationalspieler müssen für ihren scheidenden Bundestrainer Marco Sturm ein anderes Abschiedsgeschenk suchen.

Der angestrebte Turniersieg beim Deutschland Cup ist nach dem 3:4 (1:2, 0:1, 1:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen die Schweiz außer Reichweite. Mit ihrem Erfolgscoach, der in der kommenden Woche als Co-Trainer der Los Angeles Kings in die NHL wechselt, hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ihr Heimturnier vor drei Jahren zum siebten und bislang letzten Mal gewonnen (DATENCENTER: Tabelle Deutschland Cup).

"Wir haben jetzt noch ein Spiel für Marco, das wollen wir unbedingt gewinnen", sagte Verteidiger Sinan Akdag bei SPORT1: "Wir hoffen alle, dass wir ihm ein schönes Abschiedsgeschenk machen können."

Letztes Spiel unter Sturm steht an

Der Nürnberger Leonhard Pföderl mit seinem dritten Turniertreffer (2.), der Iserlohner Lean Bergmann (52.) und der Berliner Marcel Noebels (60.) erzielten vor 6113 Zuschauern in Krefeld die Tore für die deutsche Mannschaft. Yannick Herren (3.), und Noah Rod (10. und 29.) trafen für den Vizeweltmeister, der mit fünf Punkten die Tabellenführung übernahm. Den entscheidenden Penalty verwandelte Lino Martschini.

"Die Mannschaft hat wieder einmal Charakter gezeigt, wie in den letzten Jahren auch", sagte Sturm, "sicher wäre der Turniersieg schön gewesen, aber für mich ist die Art und Weise wichtig, wie wir uns präsentieren. Die Spieler sollen aus solchen Spielen lernen."

Zum Abschluss trifft die DEB-Auswahl am Sonntag (14.30 Uhr) auf die Slowakei. Es ist das letzte Spiel unter Sturms Leitung, der das Team im Februar sensationell zu Olympia-Silber geführt hatte.

Sturm-Aus: Nationalspieler fordern Mut bei Trainerwahl

"Er hat immer den höchsten Anspruch an uns gehabt. Und der höchste Anspruch ist, das Turnier zu gewinnen", hatte Stürmer Frank Mauer nach der unglücklichen 3:4-Niederlage zum Auftakt am Donnerstag gegen Olympiasieger Russland gesagt. Dieses Unterfangen scheiterte, obwohl die Gastgeber nach furiosem Finish mit dem Ausgleich 41 Sekunden vor Schluss die Verlängerung erzwangen.

Aus den Birken muss nach Stockschlag raus

Sturm hatte bei seinem letzten Turnier in dem Düsseldorfer Leon Niederberger seinen vierten Debütanten aufgeboten. Am Donnerstag gegen Russland hatten Bergmann, der Kölner Fabio Pfohl und der Mannheimer Phil Hungerecker jeweils ihr erstes Länderspiel bestritten.

Hungerecker verbuchte beim frühen Führungstor der deutschen Mannschaft nach 87 Sekunden seinen ersten Assist für die DEB-Auswahl. Über den Krefelder Daniel Pietta landete der Puck im Powerplay bei Pföderl, der ihn durch die Beine von Torhüter Lukas Flüeler schoss. Genauso erging es Olympia-Goalie Danny aus den Birken, der von Herren nur 53 Sekunden später auf dieselbe Weise bezwungen wurde.

Nach dem 1:2-Rückstand vergab Pföderl die größte Chance zum Ausgleich, als er mit Marcel Noebels und Pietta ohne Gegenspieler vor dem Schweizer Tor auftauchte, aber an Flüeler scheiterte (22.). Stattdessen baute Rod mit seinem zweiten Treffer die Schweizer Führung aus.

Im Schlussdrittel ließ das DEB-Team sogar 76 Sekunden in 5:3-Überzahl ungenutzt. Aus den Birken musste elf Minuten vor Schluss vom Eis, nachdem er vom Schläger eines Schweizer Spielers im Nacken getroffen worden war. Der Nürnberger Niklas Treutle ersetzte ihn.

Deutschland - Schweiz 3:4 (1:2, 0:1, 2:0, 0:0, 0:1) n.P.

Deutschland: Aus den Birken (Red Bull München), ab 49. Treutle (Nürnberg Ice Tigers) - Reul, Akdag (beide Adler Mannheim); Boyle, Abeltshauser (beide Red Bull München); Zerressen (Kölner Haie), Ebner (Düsseldorfer EG); Sezemsky (Augsburger Panther) - Pfohl (Kölner Haie), Mauer (Red Bull München), Bergmann (Iserlohn Roosters); Pföderl (Nürnberg Ice Tigers), Pietta (Krefeld Pinguine), Noebels (Eisbären Berlin); Loibl (Straubing Tigers), Kink, Hungerecker; Krämmer (alle Adler Mannheim), Leon Niederberger (Düsseldorfer EG), Höfflin (Schwenninger Wild Wings). - Trainer: Sturm
Schweiz: Flüeler - Frick, Fora; Glauser, Kreis; Paschoud, Marti; Heldner - Riat, Bachofner, Fuchs; Herren, Richard, Martschini; Simion, Walser, Mottet; Rod, Bertschy, Miranda. - Trainer: Fischer
Tore: 1:0 Pföderl (1:27), 1:1 Herren (2:20), 1:2 Rod (9:09), 1:3 Rod (28:03), 2:3 Bergmann (51:32), 3:3 Noebels (59:19), 3:4 Martschini (Penalty)
Zuschauer: 6113
Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Hoppe (Bad Nauheim)
Strafminuten: Deutschland 8 - Schweiz 8

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