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München - Olympia-Held Felix Schütz kehrt nach fast zwei Jahren Pause in die Nationalmannschaft zurück. Beim Deutschland Cup kämpft er um einen Platz bei der nächsten WM.

Für den Eishockey-Weltenbummler ist die Reise noch lange nicht zu Ende.

"Im Sommer haben die Leute mich gefragt: Hörst du jetzt auf?", erzählt Felix Schütz im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst lachend und gibt selbst die Antwort: "Ich bin hier, ich fühl' mich gut." Der 32-Jährige, Silberheld bei Olympia, der schon in Sibirien, Kanada und Schweden spielte, will es noch einmal wissen.

Erstmals seit der Sensation von Pyeongchang im Februar 2018 steht Schütz wieder für die Nationalmannschaft auf dem Eis, beim Deutschland Cup in Krefeld will er sich bei Bundestrainer Toni Söderholm für künftige Aufgaben empfehlen. Denn er hat noch einiges vor: "Ich habe jetzt 140 Länderspiele, vielleicht kann ich in dieser Saison 150 vollmachen und dann die Marke von 200 anpeilen."

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Ziel von Schütz: Olympia 2022

Nach der WM im kommenden Mai in der Schweiz ist Olympia 2022 in Peking das ultimative Ziel des Stürmers: "Das wäre ein toller Abschluss." Doch erst einmal muss sich Schütz, bei den Heim-Weltmeisterschaften 2010 und 2017 mit wichtigen Treffern und als Torschütze im Olympia-Finale häufig in der Hauptrolle, hinten anstellen. 

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Söderholm sucht bei den Spielen am Donnerstag (Deutschland Cup: Deutschland - Russland ab 19.30 Uhr LIVE im Free-TV und im Stream) gegen Vorjahressieger Russland, am Samstag (Deutschland Cup: Deutschland - Schweiz ab 12.45 Uhr LIVE im Free-TV und im STREAM) gegen die Schweiz und am Sonntag (Deutschland Cup: Deutschland - Slowakei, Highlights ab 19 Uhr im Free-TV und im Stream) gegen die Slowakei nach "Alternativen" für das Team, das bei seinem WM-Debüt im Mai das Viertelfinale und damit die Olympia-Qualifikation schaffte.

Schütz kämpft mit fünf Debütanten und zahlreichen Spielern aus der zweiten Garde um seine Chance. "Nicht um die zweite, sondern um die erste bei mir", betont der Bundestrainer.

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Unter dessen Vorgänger Marco Sturm hatte Schütz auf die WM 2018 verzichtet, weil er "eine Auszeit" brauchte, "seit ich 17 bin, habe ich viel im Ausland gespielt, bin viel gereist, das schlaucht auch mental." Im vergangenen Frühjahr fehlte er wegen eines Kreuzbandanrisses, der im Sommer auch die Fragen nach dem Karriereende aufwarf.

Interesse aus Schweden und der DEL

Schütz unterschrieb einen Kurzzeit-Vertrag beim schwedischen Erstliga-Aufsteiger IK Oskarshamn, der jetzt ausgelaufen ist. Die Schweden "haben großes Interesse, dass ich bleibe", sagt er, aber auch "drei, vier Klubs in Deutschland" seien interessiert, darunter die Straubing Tigers, Überraschungszweite in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), bei denen er vor dem Schweden-Intermezzo schon mittrainierte.

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Sollte er dort spielen, könnte er mit seiner Familie daheim in Erding wohnen. Ohnehin hat der Eishockey-Weltenbummler schon fast alles gesehen: mit 17 Jahren Kanada, dann die USA, Wladiwostok in Russlands Fernem Osten, Omsk in Sibirien. Riga, Nischni Nowgorod, zuletzt Schweden.

Große Momente mit der Nationalmannschaft

Mit der Nationalmannschaft erlebte er alle Höhepunkte der letzten Jahre: Vor 77.803 Zuschauern beim WM-Rekordspiel 2010 auf Schalke schoss er das Siegtor gegen die USA, sieben Jahre später rettete er die DEB-Auswahl in Köln 33 Sekunden vor Schluss gegen Lettland vor dem Vorrunden-Aus, im Olympia-Finale in Südkorea gegen Russland traf er zum 1:1.

Ein paar solcher Momente hätte er noch gerne, vielleicht auch doch noch mal ein Engagement im Ausland. Denn trotz der deutlich jüngeren Konkurrenz "kann ich noch mithalten, da habe ich keine Angst."

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