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Deutschland feiert bei der Eishockey-WM (LIVE im TV auf SPORT1) gegen Südkorea den ersten Sieg. Doch die Chancen aufs Weiterkommen sind trotzdem minimal.

Nach dem höchsten WM-Sieg seit 13 Jahren atmete Franz Reindl tief durch.

"Die Erleichterung ist groß. Das war Stress pur, der geht tief in den Magen rein", sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nach dem erlösenden 6:1 (1:0, 3:0, 2:1) gegen den Neuling Südkorea. In den Abstiegskampf schlittert das Team um den NHL-Star Leon Draisaitl bei der WM in Dänemark nicht mehr. (DATENCENTER: Die Tabelle).

"Wir sind mit fünf Punkten wieder im Rennen", meinte Reindl und ergänzte mit Blick auf das nächste Spiel am Samstag (ab 12 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gegen Lettland: "Wenn du da drei Punkte machst, ist die Chance da."

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Allerdings wird ein Sieg gegen die Balten allein mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zum dritten Einzug in Folge in die K.o.-Runde reichen. Die DEB-Auswahl wird wohl vor allem auch gegen Finnland am Sonntag nachlegen und/oder gegen Kanada am Dienstag punkten müssen (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan).

Genauso entscheidend jedoch: Die ohnehin geringen Chancen auf den Viertelfinal-Einzug sind nach einem Coup der Gastgeber noch mehr gesunken. Die Dänen gewannen überraschend mit 3:2 gegen Finnland und haben damit beste Aussichten, hinter den Top-Nationen in der deutschen Gruppe den verbleibenden Viertelfinal-Platz einzunehmen.

Deutschland hofft trotzdem aufs Viertelfinale 

Es muss also viel Schützenhilfe her - soll das Wunder vom Weiterkommen noch gelingen. (SERVICE: Deutschlands Weg ins Viertelfinale) 

"Natürlich denken wir noch ans Viertelfinale. In den Spielen gegen Finnland und Kanada haben wir nichts zu verlieren. Wenn wir da so spielen wie gegen die USA, ist auch dort was dran", sagte Dennis Seidenberg bei SPORT1.

"Von jetzt an wollen wir so viele Punkte wie möglich mitnehmen", kündigte Draisaitl im Gespräch mit SPORT1 an: "Heute haben wir solide gespielt und verdient gewonnen."

Der Stürmerstar der Edmonton Oilers hatte mit dem ersten deutschen Führungstor des Turniers in der elften Minute die große Anspannung gelöst. Mit einer Niederlage gegen den Aufsteiger wäre die deutsche Mannschaft tief in den Abstiegskampf gerutscht - nur zweieinhalb Monate nach der silbernen Olympia-Sensation von Pyeongchang.

Ehliz trifft doppelt bei Kantersieg

Hager trug mit seinem dritten Turniertor (30.) ebenso zum höchsten WM-Sieg seit dem 9:1 im Jahr 2005 gegen Slowenien bei wie der Nürnberger Yasin Ehliz mit einem Doppelpack (21./49.).

Nordamerika-Legionär Frederik Tiffels (35.) und der Münchner Yannic Seidenberg (53.) erzielten vor 7092 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen in Herning die weiteren Tore für das Team von Bundestrainer Marco Sturm, das die ersten drei Partien verloren hatte. Draisaitl schraubte mit zwei Vorlagen seine Ausbeute in den ersten vier WM-Spielen auf zwei Tore und sechs Assists.

Kühnhackl sagt WM-Teilnahme ab

Im Kampf um das Weiterkommen erhält die deutsche Mannschaft keine weitere Hilfe aus der NHL. Der zweimalige Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl sagte nach dem Play-off-Aus mit Titelverteidiger Pittsburgh Penguins seine WM-Teilnahme ab. "Er ist ein bisschen angeschlagen und hat keinen Vertrag", berichtete Sturm, der den letzten Platz für einen Feldspieler im WM-Kader an den Schwenninger Mirko Höfflin, den neunten WM-Debütanten, vergab.

Kühnhackls Vertrag in Pittsburgh läuft aus, der 26-Jährige will bei der WM keine Verletzung riskieren. Der Landshuter, der in den vergangenen beiden Jahren mit den Penguins NHL-Meister wurde, hat bislang lediglich bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Pyeongchang für die Nationalmannschaft gespielt. 

Das Spiel im Stenogramm:

Deutschland - Südkorea 6:1 (1:0, 3:0, 2:1)
Tore: 1:0 Draisaitl (10:02), 2:0 Ehliz (20:41), 3:0 Hager (29:27), 4:0 Tiffels (34:42), 5:0 Ehliz (48:37), 6:0 Seidenberg (52:33), 6:1 Radunske (57:01)
Zuschauer: 7092
Strafminuten: Deutschland 8 plus Disziplinar (Müller, Holzer) - Südkorea 18

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