Penalty-Drama! Hier entscheidet sich das WM-Finale
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Schweden ringt die Schweiz im Finale der Weltmeisterschaft nieder und krönt sich erneut zum Weltmeister. Die Schweiz verpasst den ersten WM-Titel in der Historie.

Mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel haben Schwedens NHL-Stars die Schweizer Überflieger gestoppt und sich erneut zum Weltmeister gekrönt.

Die Tre Kronor setzten sich im Finale der WM in Dänemark gegen den Außenseiter mit 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch und holten sich zum elften Mal Gold. (Spielplan der WM)

Schweiz: "Gold verloren"

Die Eidgenossen, die sensationell Finnland und Kanada ausgeschaltet hatten, mussten sich wie 2013 mit Silber begnügen. Vor fünf Jahren in Stockholm hatten die Schweden mit 5:1 triumphiert.

In Kopenhagen wiederholten die Skandinavier zudem den Erfolg des Vorjahres in Köln, als sie Kanada mit 2:1 ebenfalls nach Penaltyschießen besiegt hatten. Filip Forsberg verwandelte den entscheidenden Penalty.

"Eine riesige Leere ist da, wenn man so nah dran war", sagte der Schweizer Stürmer Simon Moser. "Wir waren zweimal in Führung und haben 40 Minuten kein Tor bekommen, wenn wir die Verlängerung mitzählen. Aber im Moment ist der Gedanke noch nicht da, dass wir Silber gewonnen und nicht Gold verloren haben."

Schweiz startet mit viel Selbstvertrauen

Die Schweizer mit fünf Finalisten von 2013 begannen nach ihren 3:2-Coups im Viertel- und Halbfinale mit sehr viel Selbstvertrauen und hatten zunächst die besseren Torchancen. Erst nach etwa zehn Minuten kam der Favorit besser ins Spiel.

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Dennoch gelang den Eidgenossen, mit acht NHL-Profis vom Boulevard zur "besten Nati aller Zeiten" gekürt, durch Nino Niederreiter vor 12.490 Zuschauern in der ausverkauften Royal Arena die Führung (17.), Gustav Nyquist glich allerdings fast postwendend aus (18.).

Schweden baut enormen Druck auf

Timo Meier nutzte im Powerplay schließlich einen Wechselfehler der Schweden zum 2:1 (24.).

Die Tre Kronor antworteten mit wütenden Angriffen und bauten enormen Druck auf, Torhüter Leonardo Genoni geriet immer mehr unter Beschuss und zeigte eine Glanztat nach der nächsten.

Beim Ausgleich durch Mika Zibanejad in Überzahl war allerdings selbst der 30-Jährige vom SC Bern machtlos (35.).

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Schweden mit Pfosten-Pech

Im Schlussabschnitt setzten sich die Skandinavier weiter im Schweizer Drittel fest.

Doch der an diesem Abend überragende Genoni brachte sie mit zahlreichen starken Paraden zur Verzweiflung und half dem Team von Trainer Patrick Fischer, vier Minuten in Unterzahl unbeschadet zu überstehen. 

In der Overtime hatten die Schweizer Glück, als Adam Larsson zwei Sekunden vor Schluss den Pfosten traf.

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