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Was ist los bei G2 Esports?
Was ist los bei G2 Esports? © Riot Games
Lesedauer: 3 Minuten
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Drei LEC-Titel in Serie, das Worlds-Finale und ein Roster, das den Gegnern Angst einjagt. G2 Esports ist das Maß aller Dinge im europäischen League of Legends - eigentlich.

Ursprünglich unter dem Namen Gamers2 von Carlos "ocelote" Rodriguez gegründet, arbeitete sich die Organisation Schritt für Schritt, aber flott an die Spitze der europäischen League-of-Legends-Szene. Nach mittlerweile sieben LEC-Titeln, dem MSI-Sieg und dem Worlds-Finale erlebt G2 Esports in diesem Jahr ein kleines Tief. 

Ist G2 satt?

Der Titelhunger von ocelote und seinem LoL-Roster könnte nach den vielen Erfolgen gestillt sein. Schließlich fehlt ihnen nur noch die Worlds-Trophäe, um alles gewonnen zu haben. Bereits im Spring Split ließ der Glanz und die Leichtigkeit bei Caps und Co. nach, der Weg über das Lower Bracket musste es sein. Dass es dann im Finale eine deutliche Demontage von Fnatic werden sollte, passt zur Identität des Teams. 

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Dabei war alles auf Spaß ausgelegt. Vor dem Frühling tauschten Perkz und Caps die Rollen und sorgten so für reichlich Verwirrung in der LEC. Allerdings traf dieser Wechsel auch das eigene Gameplay, da Rasmus "Caps" Winther sichtliche Probleme hatte, auf das Topniveau der Botlane zu kommen. Es folgte die Rolle rückwärts zum Sommer. Das Gameplay schien sich zu stabilisieren, G2 startete souverän.

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Mittlerweile sind aber fünf Wochenenden gespielt und das Team steht mit einer Bilanz von fünf Siegen und sechs Niederlagen nur noch auf dem mit Misfits geteilten 6. Rang.

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Auch Coach Fabian "GrabbZ" Lohmann stellte in der letzten Post Game Lobby fest: "Wir spielen einfach schlecht zurzeit." 

Zum Teil haarsträubende Fehler und taktische Defizite zeigten sich vor allem am letzten Wochenende gegen Origen und die MAD Lions.

Machtwechsel in der LEC

Das schlägt die Brücke zu einem weiteren möglichen Grund für G2's Lage - die Konkurrenz. Das allgemeine Niveau in der LEC hat sich seit vergangenem Jahr deutlich gesteigert. Die MAD Lions sorgten schon seit ihrem Einstieg (und dem Abgang von Splyce) für Furore und scheinen immer besser zu werden. Auch Rogue bestätigt die Entwicklung der letzten Jahre und spielt einen konstanten Split. Beide thronen mit neun Siegen und nur zwei Niederlagen an der Tabellenspitze.

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Auch der ehemals alleinige Rekordsieger Fnatic spürt die neue Leistungsdichte und muss sich hinter dem Topduo einordnen. Davon abgesehen, dass die britische Organisation seit über einem Jahr den eigenen Ansprüchen hinterherläuft, steht FNC für eine andere Generation. Insbesondere Martin "Rekkles" Larsson ist ein echter Veteran. Abgesehen von kleineren Unterbrechungen ist er seit November 2012 Teil von Fnatic und wartet immer noch auf den Weltmeistertitel.

Insgesamt ist der Spielstil schneller, frischer und jugendlicher geworden. Es sind die jungen Wilden der MAD Lions, die für besonders viel Aufmerksamkeit sorgen - im Rift und vor der Kamera. 

Interne Probleme?

Möglicherweise gibt es aber auch Dinge, von denen die Öffentlichkeit nichts mitbekommt. Bei Fnatic war zu Zeiten von Broxah von internen Streitereien und Meinungsverschiedenheiten zu hören. Trotz einer passablen Weltmeisterschaft schien es durchgehend zu brodeln. 

Nach bald zwei gemeinsamen Jahren ist es nicht unbedingt unwahrscheinlich, dass sich verschiedene Auffassungen im Sinne von Matchplan, Umsetzung und Spielstil per se entwickelt haben. Doch anstatt Mutmaßungen zu äußern darf nicht vergessen werden, dass der Summer Split noch drei Wochenenden dauert - zuzüglich der Playoffs.

Und am Ende des Tages ist es immer noch G2 Esports.

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