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SK telecom T1 nach der Finalniederlage gegen SSG bei den World Championship 2017
SK telecom T1 nach der Finalniederlage gegen SSG bei den World Championship 2017 © Riot Games / lolflikr
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Kaum ein anderes Team dominierte League of Legends so sehr wie T1. Mittlerweile scheint das Team aber im Mittelmaß angekommen zu sein. Ein Kommentar von Florian Merz.

Wird über die professionelle Szene in League of Legends gesprochen, stolpert man über kurz oder lang über SK Telecom T1, früher als SKT bekannt, nun nur noch T1.

Dieses Team prägte eine Ära in League of Legends wie kein anderes. Drei Mal gewann die Organisation die Weltmeisterschaft, mehrfach die nationale Meisterschaft und auch der Titel des Mid-Season Invitationals steht zweifach irgendwo im Trophäenschrank herum.

Doch das einstmals unbesiegbar anmutende Roster um Superstar Lee "Faker" Sang-hyeok geriet in den letzten Jahren immer wieder ins Wanken.

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Seit der Niederlage im großen Finale der Weltmeisterschaft 2017 erreichte das Traditionsteam kein weiteres Mal ein internationales Endspiel. Gegenwärtig rangiert das Mitglied der LCK auch nur auf dem fünften Platz. Eindeutig zu schlecht, für den Rekordweltmeister.

Die Könige der Welt – SK Telecom T1 (2013 - 2016)

Blicken wir in der Zeit zurück lässt sich zweifelsohne behaupten, dass SKT zwischen den Jahren 2013 und 2016 beinah alles und jeden nach Strich und Faden dominierte. In diesem Zeitraum gewann SK Telecom T1 drei Mal die Weltmeisterschaft, einmal das Mid-Season Invitational und vier nationale Titel. Zusätzlich sicherte sich das Team den ersten Platz bei den Intel Extreme Masters Season 10.

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Auch 2017 sah alles danach aus, als würde T1 weiter da anknüpfen, wo es 2016 aufhörte – beim Gewinnen. Sowohl die Spring Split Playoffs, als auch das Mid-Season Invitational wurden ohne große Probleme eingetütet. Zwar gab es in der Summer Season einige kleinere Probleme, dennoch fuhr das Team als einer der Favoriten zur anstehenden Weltmeisterschaft.

Der Anfang vom Ende? - Die Worlds 2017

Schon hier zeigten sich deutliche Müdigkeitserscheinungen. Ausgerechnet Außenseiter Misfits Gaming, der Europäische Vertreter um Mid-Laner "PowerofEvil" schaffte es beinah, den amtierenden Weltmeister aus dem Turnier zu hauen. Zwar konnte sich T1 mit Mühe und Not in die nächste Runde retten, doch auch hier sah es nicht besser aus. Royal Never Give Up, damals gehörte noch Star-ADC "Uzi" zum Aufgebot, nahmen T1 ebenfalls zwei Spiele ab.

Unter größter Anstrengung schleppten sich Faker und Co. Über die Ziellinie, um dann im Finale der Weltmeisterschaft auf Ligakonkurrenten Samsung Galaxy zu treffen.

SKT hat gegen SSG das Finale der Worlds 2017 mit 3:0 verloren
SKT hat gegen SSG das Finale der Worlds 2017 mit 3:0 verloren © Riot Games

Im Gegensatz zu T1 hatte SSG keine größeren Probleme, sich auf dem Weg ins Finale durchzusetzen. Sowohl Longzhu Gaming, als auch Team WE wurden jeweils mit 3:0 und 3:1 vom Hof gejagt. Auch das Finale sollte nicht anders verlaufen. Das von vielen Fans wie Experten erwartete Spektakel blieb aus, stattdessen entwickelte sich das vermeintliche Duell auf Augenhöhe zu einer einseitigen Partie.

SSG machte kurzen Prozess mit dem nun Ex-Weltmeister und gewann das Finale der League of Legends World Championship 2017 mit 3:0. Es war der Anfang vom Ende für T1.

Die schlimmste Phase – SKT in 2018

2018 konnten Faker und sein Team keinen einzigen Titel gewinnen – weder national noch international. Tatsächlich verpasste das Team erstmals seit 2014 die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Ein Super-GAU, der sich so nicht noch einmal wiederholen sollte. Kurzerhand kam es zu vollumfänglichen Veränderungen, lediglich Faker blieb als Konstante dem Team erhalten.

2019 sah es dann wiederum schon besser aus, Sowohl die Spring, als auch Summer Playoffs konnten gewonnen werden, beim MSI erreichte man den 3-4. Platz und auch bei der Weltmeisterschaft stieß man ins Halbfinale vor.

Was zunächst nach einem Wiedererstarken des Teams aussah, sollte sich schlussendlich als kurzes Aufbäumen herausstellen. 2020 war ein erneutes Seuchenjahr, sprichwörtlich, in dem T1 – nun auch offiziell rebranded – lediglich einen nationalen Titel gewinnen konnte. Am Ende sollte zudem die dritte verpasste Weltmeisterschaft folgen.

Willkommen im Mittelmaß? T1 in 2021

Mittlerweile im Spring Split 2021 angekommen sieht es nicht danach aus, als würde das Team an alte Erfolge anknüpfen können. Die erste Hälfte des Spring Splits ist gespielt und auch, wenn T1 viel experimentiert – so besteht das Roster aus mittlerweile zehn Spielern – führte bislang keine Maßnahme zum Erfolg.

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Stattdessen dümpelt der dreifache Rekordweltmeister im Mittelfeld. Mit vier Siegen und fünf Niederlagen ist das einst so stolze Team weit davon entfernt, um die Trophäe des LCK mitzuspielen.

Viele Experten und vor allem Fans stellen sich gegenwärtig die Frage, ob T1 überhaupt jemals dazu in der Lage sein wird, an glorreichere Tage anzuschließen oder ob tatsächlich langsam die Zeit gekommen ist, sich von Faker und Co. zu verabschieden.

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