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So viel Sport für einen Burger
So viel Sport für einen Burger © SPORT1-Montage: Getty Images/SPORT1
Lesedauer: 4 Minuten
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Wenn es mit dem Essen schnell gehen muss, greifen viele zum Burger. SPORT1 zeigt, wie viel Sport notwendig ist, um den Fast-Food-Klassiker wieder abzutrainieren.

Oft muss es mit dem Essen schnell gehen und es wird schon mal zu Fastfood gegriffen.

Neben Pizza und Döner soll es bei den Deutschen dann am liebsten ein saftiger Burger sein. Das ist natürlich nicht die gesundeste Variante für ein Mittag- oder Abendessen. SPORT1 wirft einen genaueren Blick auf die fettige Sünde und klärt auf, wie viel Sport nötig ist, um einen Burger wieder zu verbrennen.

Aus was besteht Burger?

Beim Burger handelt es sich um eine Kombination aus einem Fleischpatty und einem Brötchen. Das klassische Patty wird aus gewolftem Rindfleisch hergestellt, kann aber auch halb Schwein und halb Rind sein. Das Brötchen wird in der Regel mit Weizenmehl hergestellt - von der Rezeptur entspricht es in etwa einem Toastbrotteig. 

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Richtig lecker wird der Burger aber erst durch den richtigen Belag. Auf einem traditionellen Cheeseburger darf der Käse nicht fehlen, normalerweise wird Cheddar verwendet. Darüber hinaus sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Essiggurken, Tomaten, Salat, Zwiebeln, Speck, Soße, paniertes Fleisch - mittlerweile gibt unzählige Burger-Varianten zu kaufen.

Auch wenn der Burger mit ein bisschen Gemüse auch gesunde Bestandteile enthält, kann er zu einer echten Kalorienfalle werden. Ein Big Mac, der beliebteste Burger bei der Fastfoodkette McDonalds, schlägt mit satten 500 Kalorien zu Buche. Das Fleisch und der Käse sind sehr fettreich und enthalten kaum Vitalstoffe. 

So ist Burger sogar gesund

Burger schlemmen ohne schlechtes Gewissen? Das geht - und zwar mit einer selbstgemachten, gesünderen Alternative. 

Statt Brötchen aus Weizenmehl sollte lieber zu einem dunklen Brot aus Vollkorn gegriffen werden. Das enthält mehr Ballaststoffe und macht länger satt.

Auch beim Fleisch lohnt sich ein genauerer Blick: Hähnchenfleisch ist nicht nur fettarm, sondern liefert auch eine Menge Proteine. Pro 100 Gramm sind es satte 24 Gramm Eiweiß. Das gilt allerdings nur für Hühnchen ohne Haut, denn die knusprige Hülle erhöht den Fettgehalt stark. Aber auch Rindfleisch ist nicht zwangsläufig ungesund. Es liefert sogar wichtige B-Vitamine und ist ebenfalls ein guter Eiweißlieferant. Das Problem: Normales Rinderhack ist deutlich fettreicher als Filet oder Tartar.

Zur Abwechslung darf es auch mal ein Burger mit Fisch sein oder gar eine komplett fleischlose Variante wie etwa ein Patty aus Kidneybohnen. Auch die Soße kann kalorienärmer gestaltet werden, als es bei Ketchup oder Mayo der Fall ist. Ein Avocadocreme beispielsweise liefert gesunde Fette, wichtige Nähstoffe und bringt einige gesundheitliche Vorteile mit sich.

Warum ist Burger als Dickmacher so gefährlich?

Mit 500 Kalorien ist ein Burger zwar nicht gerade kalorienarm, für eine gesamte Mahlzeit ist das aber völlig in Ordnung. Das Problem liegt eher darin, dass ein Burger selten alleine verzehrt wird. Besonders im Fast-Food-Restaurant gibt es oft noch eine Portion Pommes und ein Softdrink dazu. Statt den 500 Kalorien kommt so eine Mahlzeit schnell auf das Doppelte.

Eine weitere Tücke: Zwar fühlt man sich nach dem Verzehr eines Burgers vorerst angenehm gesättigt und gestärkt, da der Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellt. Nach circa drei bis vier Stunden ist der Zucker im Blut aber wieder auf Normalniveau gesunken und der Körper beginnt, erneut Hunger zu bekommen.

Die Gefahr, wenige Stunden nach dem Essen wieder den Weg zum Kühlschrank zu suchen, ist also groß.

Wie viel Sport, um einen Burger abzubauen?

Mit ausreichend Bewegung kann man kleine Sünden auch wieder ausgleichen. SPORT1 fasst zusammen, wie lange Sie trainieren müssen, um einen Burger zu verbrennen:

  • 45 Minuten Joggen
  • 90 Minuten spazieren gehen
  • 60 Minuten Krafttraining
  • 75 Minuten Fahrradfahren
  • 60 Minuten Schwimmen (Brust)
  • 35 Minuten Squash

Natürlich kommt es dabei immer auf Alter, Gewicht, Größe und Geschlecht einer Person sowie die Intensität beziehungsweise Geschwindigkeit der Tätigkeit an. Es handelt sich also nur um Richtwerte, die sich auf einen etwa 70 Kilogramm schweren Esser beziehen.

SPORT1-Tipp: Auch wenn Burger nicht die beste Mahlzeit für eine schlanke Figur ist, dürfen Sie sich ruhig mal etwas gönnen. Außerdem gibt zahlreiche Burger-Variationen, die deutlich gesünder sind, als der Big Mac bei McDonalds. Versuchen Sie es doch einfach mal mit einem Hühnchen-Patty in einem Vollkornbrötchen.

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