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München - In seiner SPORT1-Kolumne analysiert Christian Beeck den Abstiegskampf in der 2. Liga und vergleicht diesen mit der europäischen Königsklasse des Fußballs.

Hallo Zweitliga-Freunde,

ich bin sprachlos über diese Zweite Liga, weil es so viel Spannung gibt.

Im Abstiegskampf ist es fast spannender als in der Champions League. Ich hatte mich vor drei Wochen schon festgelegt, dass es der MSV Duisburg nach dem kuriosen Sieg in Nürnberg dennoch nicht mehr schaffen wird, aber jetzt sieht es wieder ganz anders aus.

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Dass sich die Duisburger auf Platz 17 wiederfinden, damit konnte man zuletzt wirklich nicht rechnen. Nun wird es am Ende zwischen dem MSV, 1860 München, Fortuna Düsseldorf, dem FSV Frankfurt und dem SC Paderborn ausgemacht. Ein irres Finish!

Der irre Abstiegskampf in der Zweiten Liga LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm sowie im LIVETICKER auf SPORT1.de und in der SPORT1 App

An den nächsten beiden Spieltagen müssen diese fünf Mannschaften ihre PS auf den Platz bringen, sonst war's das. Wenn ich nach der rein fußballerischen Qualität gehe, müssten die "Löwen" und die Fortuna sicher die Klasse halten, die "Zebras" und Paderborn müssten absteigen und Frankfurt die Relegation spielen.

Die Münchner haben offenbar alles richtig gemacht mit der Entscheidung, Daniel Bierofka zum Kurzzeit-Cheftrainer zu machen. Dabei muss ich sagen, dass Benno Möhlmann kein schlechter Trainer ist. Im Gegenteil: Jeder weiß, welche Qualitäten er hat.

Er ist kein alter, verwüsteter Trainer, der nicht nach links und rechts schaut, er pflegt schon auch diese offene Art, aber nicht so wie ein Bierofka. Dass der jetzt der Schlüssel zum Erfolg ist und den Ligaverbleib klar machen kann, ist schon verrückt.

Aber das ist nicht nur Können, da hat man dann auch mal Glück. Sportdirektor Oliver Kreuzer hat einfach die richtige Entscheidung getroffen. Und Bierofka passt wie die Faust aufs Auge.

Aber Vorsicht, liebe Sechziger: Man muss auch an den letzten beiden Spieltagen die Punkte holen, ansonsten kann es noch ungemütlich werden.

Für alle Beteiligten ist es eine nervige Zerreißprobe. Was bitte sind das denn für Spiele am kommenden Sonntag?!

1860 gegen Paderborn und Düsseldorf gegen den FSV. Diese Duelle sind geil! Für solche Spiele werden Fußballer geboren.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck auch in dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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