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Kellerkind Karlsruher SC verliert auch gegen Greuther Fürth. Durch einen Elfmeter-Fehlschuss kurz vor Abpfiff wird die Luft für Coach Tomas Oral immer dünner.

Der Karlsruher SC hat seine Talfahrt fortgesetzt und seinen umstrittenen Trainer Tomas Oral in noch größere Bedrängnis gebracht.

Der KSC verlor auch das Kellerduell gegen Greuther Fürth mit 1:2 (0:2) und könnte nach der vierten Pleite in den letzten fünf Spielen am Wochenende auf einen Abstiegsplatz abrutschen. (Tabelle der 2. Bundesliga)

"Wenn du nach 15 Spieltagen zwölf Punkte auf dem Konto hast, dann ist das nicht zufriedenstellend. Wir werden uns hinsetzen und analysieren", sagte Oliver Kreuzer bei SPORT1: "Die Trainerdiskussion wurde von außen hereingetragen, ich habe am Donnerstag gesagt, es gibt keine Trainerdiskussion."

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Kreuzer vermeidet Bekenntnis

Nach der vierten Heimpleite in Folge vermied der neue Sportdirektor der Karlsruher jedoch ein klares Bekenntnis. "Es gibt jetzt nicht die finale Aussage von mir, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Die gibt es vielleicht Anfang der Woche", wurde Kreuzer von der dpa zitiert. Es sei eine Situation, in der man "einmal drüber schlafen muss und sich dann mit einem klaren Kopf hinsetzen muss", ergänzte Kreuzer.

Oral selbst glaubt, dass er weiterarbeiten kann. "Ich gehe fest davon aus, dass ich bleiben darf. Es gibt keine Anzeichen für eine Trennung", sagte er SPORT1.

Khaled Narey (6.) und Mathis Bolly (24.) besiegelten die Karlsruher Niederlage und brachten die Fans auf die Palme. "Oral raus"-Rufe schallten durch das Stadion.

"Ich weiß, worauf ich mich eingelassen habe. Wir sind im Umbruch. Ich habe absolutes Verständnis für die Fans, nach dem Spiel können sie schreien und pfeifen wie sie wollen", sagte Oral bei SPORT1 und spürte nach eigener Aussage noch das Vertrauen der Vorgesetzten: "Die Rückendeckung war von Anfang an da, Unruhe bringen andere Leute rein."

Der erste KSC-Elfmeter sitzt

Dimitrios Diamantakos verkürzte zunächst per Foulelfmeter (80.), scheiterte dann aber mit einem weiteren Strafstoß (90.) (LIVETICKER in der Nachlese).

Der KSC machte jedoch nicht den Eindruck, als sollte er sich unter Oral aus seiner misslichen Lage befreien können. Fürth nutzte die Fehler der Gastgeber eiskalt aus, spielte aber nicht alle Konterchancen konsequent aus. Veton Berisha setzte einen Freistoß an den Pfosten (57.).

Karlsruhe rannte weitgehend kopflos an und kreierte kaum Torchancen. Dem Anschlusstreffer ging ein Foul von Sebastian Heidinger an Erwin Hoffer voraus. (Statistiken zum Spiel)

Beim KSC fielen einzig Torhüter René Vollath und Mittelfeldspieler Hiroki Yamada positiv auf. Beste Fürther waren Andreas Hofmann und Sercan Sararer, der beide Tore vorbereitete.

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