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Niklas Kreuzer (r.) widersprach seinem Vater
Niklas Kreuzer (r.) widersprach seinem Vater © Getty Images
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Dresden - Der KSC ärgert nach der Trennung von Tomas Oral Dresden. KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer findet's gerecht, sein Sohn spricht ihm den Sachverstand ab.

Der Karlsruher SC hat unter seinem Interimscoach Lukas Kwasniok den freien Fall in der 2. Bundesliga gebremst. Die Badener kamen bei Dynamo Dresden zu einem nicht unverdienten 0:0 und schöpfen nach dem Punktgewinn beim Favoriten wieder neue Hoffnung (Ergebnisse und Spielplan).

Für die Dresdner dagegen war es eine weitere Enttäuschung gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner und das dritte Spiel nacheinander ohne Sieg (Statistiken zum Spiel).

"Wir haben mit allem, was wir in uns hatten, dieses 0:0 verteidigt. Mehr war auch nicht drin", sagte ein zufriedener Kwasniok bei SPORT1: "Logischwerweise fahre ich jetzt als glücklicher Mensch nach Hause. Das ist wie Urlaub für mich."

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Kreuzer widerspricht Kreuzer

Der bisherige U19-Trainer hatte bei den Karlsruhern Tomas Oral abgelöst, der am vergangenen Sonntag wegen Erfolgslosigkeit entlassen worden war. Trotz des Unentschiedens droht dem KSC am Samstag allerdings der Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz.

Zoff droht derweil in der Familie Kreuzer. Oliver Kreuzer, der beim KSC erst vor zwei Wochen auf den Sportdirektor-Posten zurückkehrte, erklärte, dass das Resultat in Ordnung gehe. "Wir haben ein gutes Auswärtsspiel abgeliefert", so Kreuzer bei SPORT1.

Sein Sohn Niklas, Verteidiger bei Dynamo, war anderer Meinung - und sprach seinem Vater den Sachverstand ab: "Ich muss meinem Vater widersprechen. Jeder der was von Fussball versteht weiß, dass wir besser waren."

Testroet vergibt Sieg

Der KSC hatte sich den Zähler vor 27.612 Zuschauern im Dresdner DDV-Stadion redlich verdient. Die Mannschaft operierte aus einer Fünfer-Abwehrkette vorsichtig und kontrolliert. Mit der "Mauer" hatte Dynamo seine lieben Probleme (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Zu klareren Chancen kam die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus erst in Halbzeit zwei, doch der zur Pause eingewechselte Pascal Testroet vergab gleich dreimal. In der 57. Minute ging sein Schuss aus zehn Metern rechts am Tor vorbei, nur drei Minuten später setzte er einen Kopfball aus drei Metern über das Tor (Tabelle der Zweiten Liga). "Der Wurm ist die letzten Spiele drin", sagte Kreuzer junior.

Fans sorgen für Unruhe

In der 90. Minute scheiterte er aus kurzer Distanz am starken Rene Vollath, der insgesamt acht Torschüsse abwehrte. Dabei musste der KSC-Torhüter in der 29. Minute noch behandelt werden, nachdem er am Kopf getroffen wurde. Bei den Dresdnern Fans zog er sich durch mehrere Behandlungspausen und Spielverzögerungen den Unmut zu.

Für negativen Schlagzeilen sorgten die Fans der Gäste, die nach einer knappen halben Stunde offenbar Pyrotechnik zündeten. Die Polizei griff harsch ein, zeitweise stellten die Karlsruher Anhänger ihren Support ein.

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