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Grischa Prömel für KSC gegen Eintracht Braunschweig
Grischa Prömel für KSC gegen Eintracht Braunschweig © dpa Picture-Alliance
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Karlsruhe - Der KSC sorgt gegen Braunschweig fast für eine Überraschung, Kreuzer gibt ein Update zur Trainersuche. Die Eintracht verpasst die vorzeitige Herbstmeisterschaft.

Eintracht Braunschweig muss um die Herbstmeisterschaft in der Zweiten Liga zittern.

Der Tabellenführer kam am 17. Spieltag bei Abstiegskandidat Karlsruher SC nicht über ein 0:0 hinaus und könnte von den Bundesliga-Absteigern VfB Stuttgart und Hannover 96 vor der Winterpause sogar noch auf den Relegationsplatz verdrängt werden.

Mit 34 Punkten liegt das Team von Trainer Torsten Lieberknecht zwei Punkte vor dem VfB, der am Sonntag bei Aufsteiger Würzburger Kickers antritt. Hannover (31 Punkte) empfängt ebenfalls am Sonntag den SV Sandhausen. (Tabelle der Zweiten Liga)

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"Wir haben Mentalität gezeigt und endlich mal wieder zu Null gespielt", zeigte sich Lieberknecht bei SPORT1 dennoch zufrieden: "Wir haben 34 Punkte, das sind zwei Punkte im Schnitt - das ist eine herausragende Vorrunde."

Lieberknecht zufrieden

Die Punktzahl war dem Coach wichtiger als der Tabellenplatz und der damit verbundene möglicherweise verpasste Herbstmeistertitel: "Was am Ende rauskommt, ist am wichtigsten. Dann schaut man auch auf die linke Seite der Tabelle."

Der seit nunmehr sieben Spielen erfolglose KSC rangiert mit 14 Punkten auf Rang 16, könnte die Abstiegszone bei einer Niederlage der punktgleichen Bielefelder Arminia gegen Dynamo Dresden am Sonntag noch verlassen  (Spielplan und Ergebnisse der Zweiten Liga)

Auch im zweiten Spiel unter Interimstrainer Lukas Kwasniok zeigten die Gastgeber eine gute Leistung und blieben so immerhin zum zweiten Mal in Folge ungeschlagen. "Das war ein erfolgreicher Jahresabschluss", sagte Oliver Kreuzer bei SPORT1.

Trainersuche: Eine Handvoll Kandidaten

Der Sportdirektor äußerte sich auch zur Trainersuche in der Weihnachtszeit. "Es wird so lange stressig, bis der Trainer feststeht. Wir sind seit 14 Tagen dran und haben mit verschiedenen Kandidaten gesprochen und hoffen, demnächst Vollzug melden zu können", so Kreuzer, der auch augenzwinkernd die Voraussetzung für den neuen Coach erklärte: "Er muss mit uns die Klasse halten."

Etwa fünf Kandidaten sind nach SPORT1-Informationen noch in der Verlosung, Kreuzer bevorzugt eine erfahrene Lösung.

Vor 12.096 Zuschauern bei frostigen Temperaturen im Wildparkstadion waren die Badener in der ersten Hälfte vor allem über Hiroki Yamada und U19-Nationalspieler Marvin Mehlem die deutlich aktivere Mannschaft. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Braunschweig verlegte sich nach mehr als drei Monaten ohne Auswärtserfolg zunächst auf die Defensive, lediglich Domi Kumbela (30.) gab vor dem Seitenwechsel einen nennenswerten Versuch auf das KSC-Tor ab.

Latte rettet bei bester Eintracht-Chance

Auch nach der Pause blieben die Hausherren das bestimmende Team, am Ende standen 18:9 Schüsse und 61 Prozent Ballbesitz zugunsten der Karlsruher zu Buche.

Braunschweig wurde nur ein einziges Mal gefährlich: In der 68. Minute lenkte Rene Vollath einen Freistoß von Saulo Decarli an die Latte, im Nachsetzen schoss Ken Reichel den Ball über die Linie. Das Schiedsrichtergespann entschied jedoch auf Abseits.

"Es ist ärgerlich, dass Abseits gepfiffen wurde. Ich habe die Szene noch nicht gesehen, vom Gefühl her hätte ich gleiche Höhe gesagt", sagte Reichel bei SPORT1: "Aber wir können zufrieden sein mit dem Punkt, den haben wir uns erkämpft heute. Karlsruhe hat das sehr gut gemacht."

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