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© SPORT1-Grafik/Getty Images
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SPORT1-Experte Christian Beeck beleuchtet in seiner Kolumne das Aufstiegsrennen in der Zweiten Liga. Trotz des jüngsten Rückschlags glaubt er weiter an den VfB Stuttgart.

Hallo Zweitliga-Freunde,

der VfB Stuttgart hat im Spitzenspiel der Zweiten Liga eine Niederlage kassiert. Trotzdem dürfen die Schwaben das Spiel nicht als Rückschritt bezeichnen. Es war ein Dämpfer, aus dem das Trainerteam zusammen mit der Mannschaft lernen soll.

Das Team ist frisch zusammengestellt und sehr jung. Es kann noch nicht über 90 Minuten dauerhaft 100 Prozent Leistung bringen. Stuttgart-Trainer Hannes Wolf und Co. sollten sich über den Lerneffekt freuen.

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Es gehört zum Geschäft, nicht jedes Spiel zu gewinnen, sondern von einem starken 96-Team die Grenzen aufgezeigt zu bekommen.

Ich glaube, dass die Schwaben trotz der Enttäuschung gestärkt in die nächsten Spiele gehen. Mitch Langeraks Patzer passierte zu einem ungünstigen Zeitpunkt und entschied das Spiel zu Gunsten der Hannoveraner.

Das ist ein ganz normaler Vorgang, so etwas passiert im Fußball. Klar, er hat gepatzt, das weiß er auch und doch wird er weitermachen. Große Kritik an seiner Person blieb bisher zudem aus.

Unabhängig von dem großartigen Erfolg hat Hannover 96 eine hochwertige Mannschaft, die zum Ende der Spielzeit unter den ersten zwei stehen wird. Es war eine Frage Zeit bis die Niedersachsen ihr Potenzial ausschöpfen.

In Hannover gibt es viele Störfeuer, die der Verein möglichst ausblenden und sich auf seinen Weg konzentrieren sollte. Der Teamgeist ist intakt und der Trainer versteht sein Fach. Kurz- oder mittelfristig werden die 96er die Bundesliga wieder packen.

Der Dritte im Bunde der Spitzenteams ist Eintracht Braunschweig. Ich sehe das Team schwächer als Stuttgart und Hannover und meine, dass es die "Löwen" nicht direkt in die Erste Liga schaffen. Die Qualität ist vorhanden, aber um den Aufstieg zu schaffen, braucht es alle Leistungsträger.

Verletzungen, Sperren oder Disziplinlosigkeiten machen am Ende den Unterschied. Doch das macht die Saison so interessant. Favoriten dürfen sich wenige Fehler erlauben, die von den Verfolgern schnell ausgenutzt werden und ihnen die Plätze streitig machen.

Unter der Prämisse, dass die Top drei patzen, darf sich der erweiterte Verfolgerkreis Hoffnung machen. Fortuna Düsseldorf, Union Berlin und der 1. FC Heidenheim sollte man nicht abschreiben. Auch Nürnberg kann im Aufstiegsrennen noch ein Wörtchen mitsprechen, dafür braucht der Club aber eine Siegesserie.

Bis zum nächsten Mal,
Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck auch in dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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