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1860 Muenchen v Jahn Regensburg - 2. Bundesliga Playoff Leg 2
Der SSV Jahn Regensburg steigt in die Zweite Liga auf © Getty Images
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Der SSV Jahn Regensburg setzt sich in der Relegation gegen den TSV 1860 München durch und setzt damit einen Trend fort. Nur zwei Teams gelang Ähnliches.

Der SSV Jahn Regensburg hat den Aufstieg in die Zweite Liga über die Relegation gepackt.

Die Oberpfälzer setzten sich im Relegationsrückspiel mit 2:0 gegen den TSV 1860 München durch und machten damit den Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga perfekt. Dies gelang zuvor nur Würzburg und RB Leipzig.

"Was da in der Schlussphase passiert ist, war schon ein bisschen crazy. Man kann den Frust schon etwas verstehen. Aber, dass das dann so ausartet...aber gut. Wir haben standgehalten. Das spricht für uns", sagte Torhüter Philipp Pentke in der ARD und verglich die Regensburger mit dem Hollywood-Film "300" über die Spartaner und ihre Schlacht gegen das Perserreich: "Wir waren heute eine kleine rote Armee, die den großen Löwen nicht aufwecken wollte. Wir haben das überragend gemacht."

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Regensburg klar überlegen

Der schon beim 1:1 im Hinspiel am Freitag klar bessere Jahn feierte vier Jahre nach dem Abstieg ein Comeback in der 2. Liga. Nach den Toren von Kolja Pusch (30.) und Marc Lais (41.) - trotz gebrochenem Zeh -, der vier Tage zuvor in Regensburg nach 107 Sekunden getroffen hatte, jubelten die Regensburger nach dem verspäteten Schlusspfiff ausgelassen vor den 7000 mitgereisten Fans. 

Ein Desaster für 1860, das sich zunächst nicht abzeichnete. Vor der eindrucksvollen Kulisse von 62.200 Zuschauern begannen die Löwen engagierter als vier Tage zuvor in Regensburg, leisteten sich aber jeweils nach eigenen Großchancen haarsträubende Fehler.

Nachdem Levent Aycicek die Gelegenheit zur Führung vergeben hatte (27.), nutzte Pusch drei Minuten später Irritationen in der Münchner Abwehr. Und kaum war Christian Gytkjaer am starken Torhüter Philipp Petke gescheitert, fiel im Gegenzug der zweite Treffer.

Das Bemühen der Löwen um den Anschlusstreffer war von Einfallslosigkeit geprägt. Die Schlussphase wurde von massiven Ausschreitungen der 60-Fans und einer rund 15-minütigen Unterbrechung geprägt.

1860 setzt Relegations-Trend fort

Mit den Oberpfälzern setzte sich zum siebten Mal in der neunten Relegation der Drittligist durch. Zuvor gelang den späteren Bundesligisten Paderborn, Ingolstadt und Darmstadt der Sieg gegen den Zweitligisten. 

Dabei war das Team von Heiko Herrlich 2013 noch aus der 2. Liga abgestiegen. Nun also der Weg zurück.

"Es ist ein schönes Gefühl. Am meisten freut es mich, die Jungs so fröhlich zu sehen. Es war eine harte Saison, sie haben es durchgezogen" jubelte Herrlich.

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