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Kiels Drexler und Lewerenz bejubeln ein Tor gegen Heidenheim
Kiels Drexler und Lewerenz bejubeln ein Tor gegen Heidenheim © Getty Images
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Heidenheim - In Heidenheim fallen die Tore nach der Pause im Minutentakt. Die Gastgeber schlagen trotz Unterzahl zu, Kiel kann bei dem wilden Torspektakel aber antworten.

Das Überraschungsteam von Holstein Kiel hat seinen Siegeszug in der 2. Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Der Aufsteiger feierte mit dem 5:3 (2:1) beim 1. FC Heidenheim bereits den siebten Saisonsieg und festigte den zweiten Tabellenplatz. 

David Kinsombi (81.) und Marvin Ducksch (83.), der seinen dritten Treffer an diesem Tag erzielte, machten den Sieg für die Norddeutschen in der Schlussphase perfekt. Ducksch, der außerdem in der 40. und in der 43. per Foulelfmeter erfolgreich war, erzielte seine Saisontore Nummer sechs, sieben und acht. Zudem traf Dominick Drexler (52.) zum sechsten Mal.

Marc Schnatterer (9. und 52.) und Marnon Busch (48.) trafen für die Gastgeber, die durch die Rote Karte gegen Mathias Wittek (43.) geschwächt wurden. Kiel ist damit noch drei Punkte von Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf entfernt. (DATENCENTER: Die Tabelle)

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Geschäftsführer Sanwald gibt Schmidt Jobgarantie

Für Heidenheim wird es sportlich immer prekärer. Bereits sechs Saisonniederlagen in zehn Spielen, das Abrutschen auf den Relegationsplatz. Trotzdem sitzt Heidenheims Trainer Schmidt weiter fest im Sattel. Unabhängig von der sportlichen Misere ist der Verein von den Qualitäten seines Übungsleiters immer noch überzeugt.

Geschäftsführer Holger Sanwald sprach dem Coach auf SPORT1-Nachfrage sein Vertrauen aus. "Bei uns ändert sich den Trainer betreffend ganz sicher gar nichts, auch wenn wir in dieser Saison kein Spiel mehr gewinnen sollten", sagte Sanwald. Notfalls würde man auch mit Schmidt in die 3. Liga gehen.   

Heidenheim-Coach Schmidt enttäuscht

"Wir wurden nach der Halbzeit dafür bestraft, dass wir nicht schnell genug das dritte Tor gemacht haben. Es spricht aber für unsere Moral, dass wir doch noch die Antwort gefunden haben", sagte Drexler bei Sky.

Heidenheims Trainer Frank Schmidt war enttäuscht: "Wir sind überragend aus der Halbzeit gekommen. Aber da muss nach dem 3:2 ein klares Signal aus der Mannschaft kommen. Daran müssen wir arbeiten."

Wildes Torspektakel in der zweiten Hälfte

Die 10.300 Zuschauer sahen eine höchst unterhaltsame Partie. Ducksch scheiterte zunächst früh an Heidenheims Torwart Kevin Müller (6.). Drei Minuten später zielte Schnatterer aus 30 Metern perfekt, der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Doch die Kieler gaben nicht auf. Zunächst rettete Müller zweimal gegen Drexler (22. und 31.). Dann schloss Ducksch einen schnellen Angriff zum verdienten Ausgleich ab und verwandelte den fälligen Foulelfmeter, nachdem Wittek ihn im Strafraum als letzter Mann von den Beinen geholt hatte.

Beim zweiten Gegentor hatte der Aufsteiger Pech: Der Schuss von Busch wurde unhaltbar für Torwart Kenneth Kronholm abgefälscht. Schnatterers zweiter Streich war ein traumhafter Freistoß.

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