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Torsten Lieberknecht war von der Unterstützung der Braunschweiger Fans überwältigt
Torsten Lieberknecht war von der Unterstützung der Braunschweiger Fans überwältigt © Getty Images
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Aue - Braunschweigs Sieg rettet Torsten Lieberknecht den Job. Die Fans lassen den Trainer emotional werden. Für Aue wird die Luft im Abstiegskampf dünner.

Eintracht Braunschweig hat sich und seinem Trainer Torsten Lieberknecht im Abstiegskampf Luft verschafft. Die Niedersachsen gewannen am Sonntag im Kellerduell bei Erzgebirge Aue mit 3:1 (2:1) und sicherten sich den ersten Sieg seit drei Spielen.

Durch den Erfolg zog Braunschweig auch in der Tabelle an den Sachsen vorbei, setzte sich vom Relegationsrang ab und rettete dem Coach nebenbei den Job. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Die Highlights der Sonntagsspiele in der Sendung "Sky Sport News HD: Die 2. Bundesliga" ab 19.30 Uhr im TV auf SPORT1

Lieberknecht zu Tränen gerührt

"Ich wusste, dass das ein Endspiel für mich ist als Trainer, das hat natürlich Spuren hinterlassen", sagte Lieberknecht bei Sky. Dass ihn nach der Partie die Fans mit Sprechchören feierten, ging dem Trainer so nahe, dass er einige Tränen vergoss. "Es ist natürlich schon emotional", sagte Lieberknecht: "Es hat mich gefreut, weil sie damit auch der Mannschaft etwas zurückgeben und nicht nur dem Trainer."

Den Druck der Verantwortlichen hielt Lieberknecht bewusst vom Team fern. "Mir war wichtig, dass die Mannschaft nichts davon spürt", sagte er: "Sie war einfach daran, auch über 90 Minuten ein gutes Spiel zu machen." Wie es mit ihm persönlich weitergeht, werde zeitnah mit der Vereinsführung geklärt.

Braunschweig dreht Partie

Suleiman Abdullahi (13./71.) und Domi Kumbela (35.) erzielten die Tore für die Niedersachsen, Pascal Köpke (12.) hatte Aue mit seinem ersten Tor seit dem 22. September in Führung gebracht. Die Mannschaft aus dem Erzgebirge steht durch die Niederlage bei der Eröffnung des frisch umgebauten Stadions bei nur einem Sieg aus den vergangenen neun Partien. (Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Aue zeigte zu Beginn die reifere Spielanlage und beschäftigte die Gäste mit gepflegtem Passspiel. Nach dem Ausgleich der Braunschweiger vergab Dimitrij Nazarov (19.) zunächst die große Chance für die Gastgeber, ehe Kumbela traf. Aue ließ in der Defensive immer wieder Räume für Gegenangriffe. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Braunschweig wurde in der Folge aggressiver, auch wenn weitere zwingende Möglichkeiten ausblieben. Die Auer hätten noch vor der Pause beinahe ausgeglichen, einen Schuss aus 20 Metern von Ex-Bundesliga-Profi Christian Tiffert (42.) lenkte Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic über die Latte.

Im zweiten Durchgang verflachte das Spiel. Die Offensivbemühungen beider Teams waren meist zu ungenau, bis zur Entscheidung durch Abdullahi wurde es selten wirklich gefährlich.

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