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1. FC Kaiserslautern gegen Union Berlin
Sebastian Andersson (l.) erzielte wenige Minuten nach seinem Eigentor die erneute Führung für Kaiserslautern © Imago
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Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern schöpft nach einer spektakulären Partie gegen Union Berlin neue Hoffnung im Abstiegskampf. Von Chip-Elfer über Eigentor und Schneefall ist alles geboten.

Der 1. FC Kaiserslautern darf weiter vom Klassenerhalt in der 2. Bundesliga träumen. Das Schlusslicht setzte sich in einer heiß umkämpften Partie gegen den einstigen Aufstiegsaspiranten 1. FC Union Berlin mit 4:3 (2:1) durch und stellte damit neun Spieltage vor Saisonende mit 24 Punkten wieder den ansatzweise Kontakt zum rettenden Ufer her.

Unter dem neuen FCK-Trainer Michael Frontzeck war es im sechsten Spiel bereits der vierte Sieg. (Spielplan und Ergebnisse der 2. Bundesliga)

Brandon Borrello (6.) sorgte für einen Traumstart der Gastgeber, ehe Sebastian Andersson per Eigentor (36.) ausglich. In der 41. Minute traf der Schwede dann ins richtige Tor, ehe Steven Skrzybski (51.) für die Berliner erfolgreich war.

Mwene trifft zum Sieg

FCK-Kapitän Christoph Moritz verwandelte in der 66. Minute einen von Marvin Friedrich an Borrello verursachten Foulelfmeter, ehe den Gästen durch Skrzybski (81.) zunächst erneut der Ausgleich glückte - doch Phillipp Mwene (86.) setzte den umjubelten Schlusspunkt für den FCK. (Tabelle der 2. Bundesliga)

"Da brauchen wir noch einige Tage, um zu verstehen, was hier heute passiert ist", sagte ein überglücklicher Mwene nach dem Abpfiff bei Sky.

Polter schwer verletzt

Die Berliner kassierten dagegen einen herben Rückschlag im Aufstiegsrennen und verloren zudem auch Stürmer Sebastian Polter. Der 26-Jährige erlitt beim Aufwärmen einen Riss der rechten Achillessehne und fällt monatelang aus.

Vor 20.087 Zuschauern hatte Borrello nach wenigen Minuten mit seinem Sonntagsschuss den Betzenberg zum Beben gebracht. Mit einer Bogenlampe aus rund 30 Metern überlistete der Australier Union-Torwart Daniel Mesenhöler.

In der Folgezeit übernahmen zunächst die Köpenicker die Kontrolle. Union-Kapitän Felix Kroos scheiterte in der elften Minute am Pfosten. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Andersson: Held und Pechvogel

Andersson und Philipp Mwene kamen auf der anderen Seite anschließend jeweils nicht an Mesenhöler vorbei, ehe Stürmer Andersson im eigenen Strafraum bei einer verunglückten Abwehraktion ins eigene Tor köpfte. Mit seinem siebten Saisontreffer machte er wenig später seinen Fehler wieder gut.

Nach der Pause war zunächst wieder Berlin am Drücker. Nach dem 2:2 hatten die Gäste weitere Tormöglichkeiten, aber mit einem frech gechipten Strafstoß leitete Moritz eine verrückte Schlussphase mit einem Happy End für sein Team ein, die Mwene nach einem kapitalen Schnitzer von Mesenhöler mit dem Siegtor krönte.

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