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Christian Tiffert muss mit Erzgebirge Aue in die Relegation
Christian Tiffert muss mit Erzgebirge Aue in die Relegation © Getty Images
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Nach dem nicht gegebenen Tor im Saisonfinale wittert Erzgebirge Aue Betrug. Vor vier Jahren war der Klub einer der größten Skeptiker neuer Technologien.

Am letzten Spieltag in der 2. Bundesliga wurde Erzgebirge Auge im Duell beim SV Darmstadt 98 in der vierten Spielminute von Schiedsrichter Sören Storks ein klarer Treffer verwehrt. Am Ende verloren die Gäste mit 0:1, müssen deshalb in die Relegation gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC am 18. und 22. Mai. 

Das wäre mit Torlinientechnik nicht passiert, doch dieses Hilfsmittel gibt es lediglich in der Bundesliga. Die Einführung für die 2. Liga war im März 2014 abgeschmettert worden. Einer der größten Gegner der neuen Technologie war - Erzgebirge Aue. 

"Keine der geplanten Technologien kostet unter 100.000 Euro. Das wäre eine mörderische Zusatzbelastung für den Verein. Es gibt andere Möglichkeiten, dieses Geld sinnvoll anzulegen. Zum Beispiel in Spieler", hatte der damalige Aue-Trainer Falko Götz damals der Bild gesagt.

Mit der Torlinientechnik hätte die Rettungsaktion des Darmstädters Romain Bregerie korrekt aufgeklärt werden können. In allen Zeitlupen war zu erkennen, dass der Ball hat bereits vor der Rettungstat des Franzosen die Linie in vollem Umfang überschritten hatte.

Jetzt ist die Aufregung in Aue groß. Der Verein legte am Montag gegen das bittere Saisonfinale Protest beim DFB ein. Nicht nur das: Der Klub äußerte auch den Verdacht der Manipulation. Außerdem stellte ein Auer Stadtrat sogar Strafanzeige gegen den Schiedsrichter.

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