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Die Partie zwischen Dynamo Dresden und dem HSV wurde abgesagt
Die Partie zwischen Dynamo Dresden und dem HSV wurde abgesagt © Getty Images
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München - In der 2. Bundesliga musste das Spiel des Hamburger SV in Dresden wegen der Lage in Chemnitz ausfallen. Die Suche nach einem Nachholtermin ist kompliziert.

Wann steigt die Nachhol-Partie zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV?

Das Spiel sollte ursprünglich am vergangenen Samstag stattfinden. Da die Polizei aber wegen der Demonstrationen in Chemnitz nicht genügend Polizeikräfte aufbieten konnte, wurde die Partie kurzfristig abgesagt. Und die Suche nach einem neuen Termin für das Zweitliga-Duell gestaltet sich nicht ganz so einfach.

Wann steigt Nachholspiel Dresden - HSV?

Beide Teams favorisieren derzeit Dienstag, den 18. oder Mittwoch, 19. September als Nachholtermin. An diesen Tagen ist das Dynamo-Stadion jedoch bereits komplett ausgebucht. Der Business-Bereich ist mit Firmen-Veranstaltungen mit 300 bzw. 700 Personen belegt. Dynamo erklärte gegenüber SPORT1, dass der Verein im Stadion ebenfalls nur Mieter sei. Sollte man sich aber auf einen der beiden Tage als Nachholtermin einigen, sollte es nicht an den Veranstaltungen scheitern.

Sky muss grünes Licht geben

Die endgültige Entscheidung liegt beim übertragenen TV-Sender Sky - woraus sich ein weiterer Haken ergibt.

Da Sky am 18. und 19. September die Champions League überträgt, würde der Nachholtermin jedoch mit der Königsklasse kollidieren. Stimmt Sky dem Termin nicht zu, favorisieren die beiden Klubs den 3. Oktober als weiteren Termin - an dem allerdings auch Chammpions League gespielt wird. Zudem könnte dann auch der Tag der Deutschen Einheit Probleme mit sich bringen, weil dort erfahrungsgemäß die Polizei auf vielen Demonstrationen vor Ort sein muss.         

Zu wenig Sicherheitskräfte zur Verfügung

Die ursprünglich für den vergangenen Samstagmittag angesetzte Begegnung wurde auf Anordnung des sächsischen Innenministeriums kurzfristig abgesagt. 

Offenbar fürchteten Politik und Polizei wegen der angespannten Lage in Chemnitz nicht genügend Sicherheitskräfte abstellen zu können. Der tödliche Messerangriff auf einen 35 Jahre alten Deutsch-Kubaner, wegen dem ein Iraker und ein Syrer als dringend tatverdächtig verhaftet worden sind, hatte dort für die Mobilisierung rechtsextremer Kräfte und zum Teil für gewalttätige Ausschreitungen gesorgt.

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