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Lewis Holtby jubelt mit HSV-Trainer Christian Titz über sein Tor in Darmstadt
Lewis Holtby jubelt mit HSV-Trainer Christian Titz über sein Tor in Darmstadt © Getty Images
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Darmstadt - Nach drei sieg- und torlosen Spielen kehrt der Hamburger SV in die Erfolgsspur zurück, gewinnt in Darmstadt. Coach Christian Titz atmet auf - doch am Ende wird gezittert.

Der Hamburger SV hat einen Schritt aus der ersten Krise in der 2. Bundesliga gemacht und dem wackelnden Trainer Christian Titz wieder etwas Luft verschafft.

Nach drei Spielen ohne Sieg und Tor gewann der HSV mit 2:1 (2:0) beim SV Darmstadt 98, damit gelang der Sprung auf Tabellenplatz zwei. Für die Lilien war es dagegen bereits die vierte Niederlage in Folge. (Alle Ergebnisse im Überblick)

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In Kapitän Aaron Hunt (13.), der seinen ersten Zweitliga-Treffer erzielte, und Lewis Holtby (45.) sorgten am Böllenfalltor zwei Routiniers für den fünften Saisonsieg des HSV. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Holtby setzt Zeichen für Titz

Holtbys erster Weg beim Jubeln führte ihn zu seinem Trainer, der zuletzt arg in der Schusslinie gestanden hatte. Der Lohn war eine herzliche Umarmung und demonstratives Schulterklopfen : "Gefreut hat es mich für Lewis, dass er sich belohnt hat", sagte Titz nach Abpfiff bei Sky. (Tabelle der 2. Bundesliga)

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"Er hatte jetzt auch mit Aaron ein bisschen in der Kritik gestanden. Und mich hat es für die Mannschaft gefreut, dass sie das 2:0 gemacht haben, aber auch für Lewis und für Aaron, die ihre Leistung mit den Toren belohnt haben und für die Mannschaft da waren", fügte der Coach hinzu.

"Wir wollen eine Mannschaft sein, die sich auf das fokussiert, was wichtig ist auf dem Platz: die Spiele für sich zu entscheiden", erklärte Titz weiter.

Hunt: "Sieg gut für die Köpfe"

"Wir wussten, dass wir irgendwann wieder treffen, weil wir vorne die Qualität haben", sagte Hunt: "Wir haben uns da nicht verrückt machen lassen. Wir wussten, wenn wir unseren Fußball spielen, bekommen wir unsere Chancen. Der Sieg tut gut für die Köpfe."

Fünf Tage nach der ernüchternden Nullnummer im Stadtderby gegen den FC St. Pauli drängte der HSV den Gegner von Beginn an in die Defensive und hatte viel Ballbesitz, die erste echte Torchance brachte die Führung. 

HSV wackelt in der Schlussphase

Hunt bekam zu viel Platz und traf mit einem platzierten Flachschuss, der 32-Jährige beendete eine 290-minütige HSV-Durststrecke ohne Tor.

"Wir wollten  eine Reaktion zeigen und das haben wir getan. Es ist kein Selbstläufer, in Darmstadt zu gewinnen, daher ist es für uns alle ein guter Tag und wir sind froh, dass wir gewonnen haben", lobte auch Sportvorstand Ralf Becker, der den Druck auf Titz zuletzt erhöht hatte.

Darmstadt wurde nach dem Rückstand stärker und brachte die Gäste, die sich in dieser Phase viele Fehler leisteten, in Bedrängnis. Doch die nächste Chance der Hamburger resultierte wieder in einem Tor. Holtby ließ Lilien-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes keine Chance.

Vor 17.400 Zuschauern hätten Tobias Kempe (63.) und Kapitän Aytac Sulu (71.) die Darmstädter schon heranbringen können, Serdar Dursun (89.) verkürzte kurz vor dem Ende. Zum Punktgewinn reichte es nicht mehr, auch wenn der HSV in der Schlussphase zusehends ins Schwimmen geriet.

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