So tickt Kult-Kicker Lasogga privat
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Hamburg - Der Hamburger SV ringt im Topspiel der 2. Bundesliga den 1. FC Köln nieder. Pierre-Michel Lasogga sorgt spät für den umjubelten Siegtreffer.

Pierre-Michel Lasogga versetzte den Hamburger Volkspark in Partystimmung.

Dank des Treffers seines Torjägers in der 86. Minute entschied der Hamburger SV den Favoritengipfel der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Köln mit 1:0 (0:0) für sich und eroberte zum Abschluss des 12. Spieltages Platz eins vor dem Lokalrivalen FC St. Pauli und den Kölnern. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Lasogga will Spitze bis zum Ende verteidigen

"Unser Ziel ist natürlich der direkte Wiederaufstieg. Jetzt sind wir an der Spitze und jetzt wollen wir alles dafür tun, dass wir auch am 34. Spieltag da oben sind", sagte Lasogga bei Sky. Bei seinem Treffer nutzte der Angreifer die Hilflosigkeit in der Kölner Abwehr in Abstaubermanier eiskalt aus. "Als Stürmer musst du genau da stehen, wo der Ball hinfällt", sagte der 26-Jährige.

Der HSV feierte dank Lasogga den dritten Sieg im dritten Pflichtspiel unter Hannes Wolf, dem gleichzeitig eine gelungene Heimpremiere glückte. 

"Das war ein sehr schöner Abend und drei wichtige Punkte. Aber im Fußball gibt es keinen Repeat-Knopf, wir müssen uns diese Woche wieder sehr gut vorbereiten, um die gleiche Leistung wieder auf den Platz zu bekommen", blickte HSV-Trainer Hannes Wolf bereits auf die Partie in Aue voraus.

Der FC von Trainer Markus Anfang hat sich dagegen in ein echtes Tief manövriert. Es war bereits das fünfte Pflichtspiel der Kölner in Serie ohne Sieg. (Spielplan und Ergebnisse)

Anfang: "Haben den HSV eingeladen"

"Wir sind gut reingekommen, aber nach 15 Minuten war es wie abgerissen. Da war der Faden gerissen. Wir hatten unheimlich viele individuelle Fehler und haben den HSV dazu eingeladen, das Spiel in die Hand zu nehmen", sagte Anfang anschließend bei Sky.

Am 82. Geburtstag des in einer Loge zuschauenden HSV-Idols Uwe Seeler erkämpften sich die "Rothosen" vor 53.875 Zuschauern ein Übergewicht an Chancen, fahndeten aber lange nach einem Erfolgsrezept vor eigenem Publikum. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

HSV unter Wolf auf dem Vormarsch

Für Wolf war es beim Duell der Bundesliga-Absteiger die erste richtig harte Bewährungsprobe seit seiner Amtsübernahme von Christian Titz. Die Pflichtaufgaben beim Kellerkind 1. FC Magdeburg und im Pokal beim SV Wehen Wiesbaden hatte der frühere Stuttgart-Coach mit seinem Team ebenfalls erfolgreich gelöst.

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Auch im Aufeinandertreffen der teuersten Mannschaften der Liga setzte der 37-Jährige wieder auf Lasogga und stellte dem Sturmtank Youngster Jann-Fiete Arp an die Seite. Köln startete mit Toptorjäger Simon Terodde in der Spitze in eine Partie, die zerfahren begann.

Hamburg fordert vergeblich Handelfmeter

Die Domstädter versuchten das Spiel in die Hand zu nehmen, konnten sich aber zunächst nicht gegen die diszipliniert und tief stehenden Hamburger durchsetzen. Erst nach einer Viertelstunde kam der HSV auf. Khaled Narey scheiterte aus 15 Metern an Timo Horn im FC-Tor. Eine Minute später forderte der HSV nach einem klaren Handspiel von Rafael Czichos einen Elfmeter, doch die Pfeife von Schiedsrichter Christian Dingert blieb stumm (16.).

Die Gastgeber stellten Köln nun immer wieder nach Ballgewinnen mit schnellem Umschaltspiel vor Probleme. Arp demonstrierte das gestiegene Selbstvertrauen bei einem beherzten Distanzschuss an den Außenpfosten (28.), das Offensivspiel der Kölner blieb dagegen weiter uninspiriert und Terodde bis zur Pause nicht statt.

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Dem HSV gehörten auch die ersten Minuten nach dem Wechsel, doch Köln wehrte sich nun deutlich beherzter und wurde plötzlich gefährlich. Nach einer Ecke verlängerte Marco Höger den Ball Richtung HSV-Tor und Narey konnte erst auf der Linie klären (58.). Auf der Gegenseite brach der Brasilianer Douglas Santos auf der linken Seite durch, verlor aber im Abschluss die Übersicht (68.).

Der eingewechselte Hanseat Hee-Chan Hwang läutete mit der nächsten Chance (74.) eine spannende Schlussphase ein, in der Lasogga mit seinem Tor in Abstaubermanier für ausgelassenen Jubel im Stadion sorgte.

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