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Anthony Modeste stand erstmals seit 637 Tagen wieder für Köln auf dem Platz © Sky
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Kölns Anthony Modeste trifft bei der Last-Minute-Pleite in Paderborn kurz nach seiner Einwechslung und bricht dann in Tränen aus - auch wegen eines tragischen Verlustes.

Der 1. FC Köln hat trotz des emotionalen Tor-Comebacks von Anthony Modeste wichtige Punkte im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga verschenkt.

Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang unterlag im Duell der besten Offensivreihen beim SC Paderborn trotz einer Zwei-Tore-Führung mit 2:3 (1:0).

Modeste (73.) traf nur vier Minuten nach seiner Einwechslung zum zwischenzeitlichen 2:0, 90 Tage nach Bekanntgabe des Wechsels und 651 Tage nach seinem bis dato letzten Treffer für den FC flossen beim Franzosen gleich nach dem Tor die Tränen. (SERVICE: Ergebnisse der 2. Bundesliga).

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Nach seinem Tor sei er der glücklichste Mensch gewesen, sagte Modeste nach dem Spiel bei Sky: "Aber jetzt bin ich der traurigste, weil wir verloren haben. Die Mannschaft ist am wichtigsten. Wenn man aufsteigen will, dann sollte man hier nicht verlieren."

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Modeste: "Habe meinen Vater verloren"

Modeste war aber nicht nur wegen seines Tores so gerührt. Er habe zuletzt "eine schwere Zeit" durchlebt, sagte er mit Blick auf das lange Warten auf seine Spielgenehmigung seit der Rückkehr aus China nach Köln: "Ich habe in dieser Zeit auch meinen Vater verloren. Jetzt will ich mich einfach wieder auf Fußball konzentrieren und nach vorne schauen."

Vor seinem Tor hatte bereits Sturmkollege Jhon Cordoba (38.) getroffen. Bernard Tekpetey (80.), Kai Pröger (86.) und Marlon Ritter (90.+2) drehten in einer denkwürdigen Endphase die Begegnung. 

Kaintz sieht Gelb-Rot

In der hektischen Schlussphase sah Kölns Florian Kainz (88.) wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

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Mit nun 39 Punkten liegt Köln als Tabellenzweiter weiter vier Zähler hinter Spitzenreiter Hamburger SV. Paderborn (37) bleibt zuhause weiter ungeschlagen und verbesserte sich zunächst auf Relegationsplatz drei. (SERVICE: Tabelle der 2. Bundesliga)

Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion wurde das Spiel in Sachen Intensität zunächst den hohen Erwartungen gerecht. Beide Teams setzten den Gegner schon an dessen Strafraum unter Druck und schalteten nach Ballgewinn schnell um, Cordoba (6.) aufseiten der Kölner und Tekpetey (12.) für Paderborn kamen schnell zu guten Chancen.

Die Kölner wirkten durch die spektakuläre 3:5-Niederlage aus dem Hinspiel gewarnt und erarbeiteten sich im Laufe der ersten Hälfte ein Übergewicht. Eine der wenigen guten Chancen nutzte Cordoba per Direktabnahme aus kurzer Distanz. Auch Paderborn wirkte im Umschaltspiel zwar gefährlich, kam aber im Spielverlauf zunächst immer seltener durch. Das änderte sich aber in den letzten Minuten.

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