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Trainer Mirko Slomka geht mit Hannover 96 in die neue Saison der 2. Liga. Im SPORT1-Interview spricht er über Ziele und Probleme des Absteigers.

Mirko Slomka ist zurück bei Hannover 96. Dem Klub, bei dem seine Trainerkarriere als U19-Coach begann (1989 bis 1999). Es ist sein Verein, denn bei den Hannoveranern war er einst auch Spieler, später Co-Trainer der Profis (2001 bis 2004) und Chefcoach der ersten Mannschaft (2010 bis 2013).

Mit den Niedersachsen feierte Slomka zudem seinen bisher größten Erfolg als Fußballlehrer. Am Ende der Saison 2010/2011 qualifizierte man sich nach 19 Jahren erstmals wieder für das internationale Geschäft. In der neuen Spielzeit ist Hannover 96 ein Zweitligist. Und nach dem Abstieg aus der Bundesliga kam für Klub-Boss Martin Kind nur ein Trainer für den Neuaufbau infrage: Slomka.

Vor dem Zweitliga-Auftakt beim VfB Stuttgart (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) spricht der 51-Jährige im SPORT1-Interview über seinen neuen, alten Klub, die Ziele und Probleme.

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Slomka: "Die spektakulärste 2. Liga aller Zeiten"

SPORT1: Herr Slomka, mit welchen Erwartungen gehen Sie in die neue Saison?

Mirko Slomka: Aus meiner Sicht ist das die spektakulärste 2. Liga aller Zeiten. Da wird es jede Menge heiß umkämpfte Spiele geben. Unser Ziel ist es, oben mit dabei zu sein.

SPORT1: Es gab einen großen Umbruch. Was macht den neuen Kader aus, worauf wurde geachtet?

Slomka: Wir wollen hier ein echtes Team formen, bei dem jeder am gleichen Strang zieht. Im 96-Lied heißt es so schön "Niemals allein" - das ist die Maxime, wir wollen gemeinsam stark sein. Ich merke in jedem Training, dass der Spirit stimmt, es ist viel gegenseitiges Vertrauen da, eine gute Basis.

SPORT1: Was sind die Stärken vom neuen 96?

Slomka: Wir legen viel Wert auf eine gute Grundformation, aber ebenso auf Flexibilität. Zudem haben wir richtig gute Typen im Team, die können gemeinsam viel bewegen.

Fan-Ärger in Hannover: "Damit muss man umgehen als Trainer"

SPORT1: Welches Urteil fällen Sie über Ihre Neuzugänge?

Slomka: Ich bin zufrieden mit allen, die bisher dazugekommen sind. Leider haben diverse Blessuren die taktische Eingliederung etwas verzögert. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit jedem Tag immer besser zusammenwachsen und sich das gegenseitige Spielverständnis positiv weiter entwickelt.

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SPORT1: Torwart Ron-Robert Zieler ist zurück. Ist er Ihr verlängerter Arm auf dem Platz? Oder ist es Marvin Ducksch?

Slomka: Entscheidend ist vor allem die Interaktion der Spieler untereinander auf dem Platz, da haben wir viele Jungs, die kein Problem damit haben, intensiv zu kommunizieren. Die genannten gehören zweifellos auch dazu. Ich selbst bin auch ein kommunikativer Typ, das passt sehr gut zusammen.

SPORT1: Ein Ärgernis der vergangenen Saison war das Problem mit Herrn Kind und 50+1 und der Dauer-Zoff mit den Ultras. Wie wollen Sie auf beides reagieren beziehungsweise was wurde getan, damit Besserung einkehrt?

Slomka: Es gibt in jedem Verein Themen abseits des Sports. Damit muss man umgehen als Trainer. Ich bin dafür zuständig, dass die Mannschaft positive Schlagzeilen produziert durch ihre Auftritte. Alles andere wird sich regulieren, da bin ich ganz zuversichtlich.

"Lassen wir die Jungs mal in der Liga loslegen"

SPORT1: Dagegen dürfte Ihnen die Offensivschwäche aus dem Mittelfeld Sorgen bereiten ...

Slomka: Wir sollten erstmal den Saisonbeginn abwarten, bevor analysiert wird. Die Tests sind dazu da, um Dinge auszuprobieren. Wir sind in der Lage, viele gute Chancen zu produzieren, haben die erforderliche Schnelligkeit. Lassen wir die Jungs mal in der Liga loslegen, dann reden wir dazu weiter.

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SPORT1: Was ist das Saisonziel von 96? Als Absteiger eigentlich nur der Aufstieg, oder?

Slomka: Wir wollen oben mit dabei sein, das ist unser erklärtes Ziel.

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