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Wolfgang Dietrich ist seit 2016 Präsident des VfB Stuttgart
Wolfgang Dietrich ist seit 2016 Präsident des VfB Stuttgart © Getty Images
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Die brisante Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart endet in einem Eklat. Wegen technischer Probleme verkündet Präsident Wolfgang Dietrich schließlich den Abbruch.

Die Entscheidung im Machtkampf beim VfB Stuttgart musste notgedrungen vertagt werden.

Da in der Mercedes-Benz Arena das extra für diese Veranstaltung installierte WLAN nicht funktionierte, konnte die Abstimmung über eine Abwahl des umstrittenen Präsidenten Wolfgang Dietrich nicht stattfinden und musste auf einen anderen Termin verschoben werden.

"Die technischen Probleme lassen keine Abstimmung zu. Die Versammlung kann nicht ordnungsgemäß fortgeführt werden", sagte Dietrich um 19.12 Uhr und beendete die Versammlung unter lautstarken Buhrufen vieler Besucher.

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"Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass es nach dem Abstieg erneut zu einem so schwarzen Tag in der Vereinsgeschichte kommt", sagte Dietrich, der laut Bild von einem Leibwächter aus dem Stadion begleitet wurde.

Nächster Termin im September

Formal wäre frühestens in drei Wochen ein neuer Termin möglich, teilte der VfB später auf Twitter mit. "Wegen der anstehenden Sommerferien, in denen wohl viele Mitglieder urlaubsbedingt nicht an der MGV teilnehmen könnten, wird aber ein späterer Termin angestrebt, voraussichtlich Mitte September 2019", hieß es in der Mitteilung weiter. VfB-Pressesprecher Oliver Schraft erklärte zudem, der VfB prüfe, "den Dienstleister in Regress zu nehmen".

Zuvor hatte die Technik bereits gestreikt, als die 3616 stimmberechtigten Mitglieder über ihr Smartphone bzw. Tablet über das Ende der Debatte, in der der amtierende VfB-Boss immer wieder stark angegangen wurde, abstimmen sollten.

Dietrich wirbt um Zuspruch

Zuvor hatte Dietrich für sich geworben. "Es ist mir klar, dass ich Verantwortung übernehmen muss. Und das tue ich auch, indem ich mit den Vorständen versuche, die Dinge zu korrigieren. Das ist mein Verständnis von Verantwortung", sagte er bei seiner Rede: "Was mich zutiefst schmerzt, sind persönliche Angriffe Einzelner, die darauf abzielen, meine Integrität infrage zu stellen."

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Auch in der Arena gab es reichlich Gegenwind für Dietrich, unter anderem vom früheren VfB-Trainer und -Profi Rainer Adrion.

Drohungen gegen Dietrich

Im Vorfeld hatte es mehrfach Drohungen von Fanseite gegen Dietrich gegeben.

"An die wenigen, die mich und meine Familie in den sozialen Medien aufs Übelste beleidigen und bedrohen: Der Schaden, den die wenigen anrichten, ist groß", so Dietrich. Er werde sich mit jedem an einen Tisch setzen, der mit mir reden will – "das gilt auch und vor allem für die, die mich am härtesten kritisieren".

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Er habe in allen Gremien offen und ehrlich die Vertrauensfrage gestellt. In allen Gremien sei ihm das Vertrauen ausgesprochen worden.

VfB vermeldet Umsatzrekord

Der VfB hatte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatzrekord von 154,4 Millionen Euro verbucht. Gegenüber dem Jahr 2017 wurde der Umsatz um 41,9 Millionen Euro gesteigert. Allerdings wuchsen auch die Ausgaben kräftig auf 166,1 Millionen Euro kräftig an (39,7 Mio. Euro mehr), sodass unter dem Strich ein Minus von 11,7 Mio. Euro steht. Dies gab VfB-Finanzvorstand Stefan Heim zu Beginn der Versammlung in der Mercedes-Benz-Arena bekannt.

Aufgrund des großen Andrangs begann die Jahreshauptversammlung des Traditionsklubs mit einiger Verspätung. Großen Beifall gab es für Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. "Wir wollen nicht nur aufsteigen, wir wollen mehr. Wir wollen die klare Philosophie: Wofür steht der VfB?", meinte der Ex-Nationalspieler.

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