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München - Nachdem das Bezirksamt Hamburg den Fall Jatta zu den Akten gelegt hat, will der 1. FC Nürnberg den Fall nochmal prüfen. Bei SPORT1 spricht eine Club-Ikone Klartext.

Das Hamburger Bezirksamt-Mitte hat am Montag die Ermittlungen gegen Bakery Jatta eingestellt. Damit ist die Aufenthaltserlaubnis des Profis vom Hamburger SV gesichert. Die DFL hat daraufhin bestätigt, dass die Spielberechtigung für Jatta weiterhin ihre Gültigkeit behält.

"Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat die bereits vorliegenden und neue Unterlagen geprüft, die im Rahmen der Anhörung vorgelegt wurden. Aus den dem Bezirksamt vorliegenden Unterlagen gehen keine belastbaren Anhaltspunkte hervor, die ausländerrechtliche Maßnahmen begründen würden", sagte Bezirksamtsleiter Falko Droßmann in einer Pressemitteilung: "Die aufgekommenen Zweifel an der Richtigkeit der Angaben haben sich im Rahmen der Anhörung nicht bestätigt."

Für den 9. September ist dennoch bislang unverändert ein Termin beim DFB-Sportgericht anberaumt, in dem über den Protest des 1. FC Nürnberg gegen die Wertung des 0:4 gegen den HSV am 2. Spieltag der 2. Bundesliga entschieden werden soll.

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Der Club hatte dort in Seydou Sané, dem Präsidenten des senegalesischen Clubs Casa Sports, einen Kronzeugen vorstellen wollen, der beweisen sollte, dass Jatta in Wahrheit Bakary Daffeh heißt und zwei Jahre älter ist als er angegeben hat.

Nürnberg entscheidet sich im Lauf des Tages

Zieht der FCN seinen Protest nach der Entscheidung der staatlichen Behörde nun zurück? "Wir sind da noch in Besprechungen und prüfen weiter die Sachlage", sagte Pressesprecher Daniell Westgate auf SPORT1-Nachfrage: "Wir werden im Laufe des Tages entscheiden, wie wir damit umgehen und dazu dann auch eine Stellungnahme herausgeben."

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Dies kann Club-Legende Dieter Eckstein (244 Spiele als Stürmer für den FCN) gar nicht nachvollziehen. "Der Club soll mit dem Schwachsinn aufhören. Ich finde es nicht in Ordnung", sagte der 55-Jährige zu SPORT1. "Der junge Kerl weiß hundertprozentig nicht, dass das alles so passiert ist. Ich glaube nicht, dass das absichtlich so von ihm losgetreten wurde." 

Eckstein: "Das hätten wir früher nie gemacht"

Wenn die Nürnberger 2:0 gewonnen hätten, meinte der Ex-Nationalstürmer, "dann wäre ihnen das mit Jatta egal gewesen, dann hätte man womöglich nichts gemacht. Man muss mit einer 0:4-Klatsche leben und darf das nicht ellenlang vor Gericht ausweiten. Das hätten wir früher nie gemacht."

Die Folge sei eine Kettenreaktion gewesen, weil jeder Verein, der gegen den HSV verloren hat, Einspruch eingelegt habe. "Man sollte mit erhobenem Kopf verlieren", findet Eckstein. "Die sollen sich auf die Saison konzentrieren und schauen, dass sie auf dem Rasen zu Punkten kommen. Fertig." 

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