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Hamburg und München - Nach seiner Absage an den VfB Stuttgart spricht Jürgen Klinsmann bei SPORT1 über die geplatzte Rückkehr - und empfiehlt dem VfB eine andere Klublegende.

Jürgen Klinsmann und der VfB Stuttgart - die große Liebe des früheren Nationalstürmers zu seinem Ex-Verein ist sichtlich erkaltet.

Klinsmann hatte dem jetzigen Zweitligisten am Mittwoch mitgeteilt, "in der jetzigen Führungs-Konstellation des Vereins für weitere Gespräche für das Amt des Vorstandsvorsitzenden und auch für ein anderes Amt beim VfB nicht zur Verfügung" zu stehen.

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Die Kommunikation mit dem Präsidialrat des VfB und einer Personal-Beratungsagentur aus München seien nicht zielführend gewesen, sagte Klinsmann. Interimspräsident Bernd Gaiser antwortete tags darauf und nannte die Aussage "nicht nachvollziehbar".

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"Der eine sagt das, der andere das"

Bei SPORT1 erklärt der frühere Bayern-Stürmer und -Trainer die Hintergründe seiner Absage.

"Es war ganz trocken. Ich hatte die Einladung Ende Juni zum Gespräch. Daraufhin gab es weitere Kommunikation in erster Linie mit E-Mails und Telefonaten", erinnert sich Klinsmann. "Ich hatte einfach das Gefühl, es passt nicht. Vielleicht ist der Zeitpunkt nicht der richtige, aber deswegen habe ich ihnen abgesagt. In der Konstellation, wie sie momentan in der Führungsebene besetzt sind, hatte ich kein gutes Gefühl."

Zu den unterschiedlichen Versionen der beiden Parteien wollte sich Klinsmann nicht explizit äußern. "Es ist klar, der eine sagt das, der andere sagt das - letztendlich ist Fakt, dass es nicht zusammenpasst. Damit ist das Thema erledigt."

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Dass mit Guido Buchwald ein alter Weggefährte Klinsmanns VfB-Präsident werden will, findet der 55-Jährige dagegen ausgesprochen gut. 

"Buchwald? Ich wäre begeistert!"

"Er wäre der richtige, weil er Ahnung vom Fußball hat und er eine Legende ist. Er hat eine große Reichweite, so einen Klub zu führen und zu repräsentieren. Ich wäre begeistert, wenn Guido Präsident werden würde. Er bringt alles mit, Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Fachwissen - und er hat keine Angst anzuecken und eine Konfrontation auszuleben."  

Ist mit dem geplatzten Stuttgart-Comeback eine Rückkehr nach Deutschland endgültig vom Tisch? Da wollte sich Klinsmann nicht festlegen. "Vorstellbar im Fußball ist alles. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Bundestrainer werde oder die USA trainiere. Wenn der Fußball dein Weggefährte ist, so wie bei mir seit 40 Jahren, dann schreibt er immer wieder neue Geschichten. Die Geschichte kann in Deutschland sein, oder in einem anderen Land. Es wird immer eine Fortsetzung geben."

Für ein Benefizspiel kehrt der 108-fache Nationalspieler am Sonntag in seine Heimat nach Geislingen zurück - und SPORT1 ist mittendrin. Anlass des Benefizspiels ist nun die Einweihung des Kinderhauses K 19, ein Projekt der Klinsmann-Stiftung Agapedia. Erwartet werden ehemalige Geislinger Spieler, ehemalige Mitspieler von Klinsmann, Welt- und Europameister sowie schwäbische Größen. SPORT1 überträgt das Benefizspiel ab 13 Uhr LIVE.

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