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Aue und Nürnberg trennen sich mit einem Unentschieden
Aue und Nürnberg trennen sich mit einem Unentschieden © imago
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Erzgebirge Aue schlägt den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga, Männel hält in letzter Sekunde einen Strafstoß. Greuther Fürth pirscht sich nach Sieg oben heran.

Nach einem vollkommen verrückten Spiel verliert Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg in der 2. Liga den Anschluss an die Aufstiegsränge.

Der Club unterlag am Freitagabend bei der Überraschungsmannschaft Erzgebirge Aue in Unterzahl 3:4 (0:0) - zwei Tore fielen in der Nachspielzeit, Nürnberg verschoss zudem mit dem Schlusspfiff einen Foulelfmeter. Der Tabellendritte Arminia Bielefeld, der am Montag den Hamburger SV zum Spitzenspiel empfängt, ist fünf Punkte entfernt und punktgleich mit Aue. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

"Sensationell, das war wie in einem Krimi", zeigte sich Aue-Präsident Helge Leonhardt nach dem Spiel bei Sky euphorisch. Nürnberg-Trainer Damir Canadi erklärte: "Ich bin seit 20 Jahren Trainer, so ein Spiel habe ich noch nie erlebt."  

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Dynamo Dresden droht sogar der Sturz auf einen Abstiegsplatz. Dynamo verlor bei der SpVgg Greuther Fürth nach einer schwachen Leistung 0:2 (0:2). Fürth (14 Punkte) ist hinter Aue (18) zumindest vorübergehend Fünfter. (Service: Tabellen der 2. Bundesliga)

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Sörensen fliegt vom Platz

Nürnberg hatte vor 14.000 Zuschauern in einer ereignisarmen ersten Hälfte Pech, als Tim Handwerker mit einer verunglückten Flanke die Querlatte traf (18.). Später leitete er die Führung ein, indem er dem leichtsinnigen Tom Baumgart auf der linken Seite den Ball stibitzte. Michael Frey (51.) verwertete die anschließende Hereingabe.

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Eine einzige Szene kippte das Spiel. Jan Hochscheidt schoss nach einem Solo auf das Nürnberger Tor, Asger Sörensen rettete auf der Linie mit der Hand für seinen geschlagenen Torhüter. Sörensen sah Rot, Dimitri Nazarov (62.) verwandelte den Elfmeter zum Ausgleich. Hochscheidt traf dann selbst zur Führung der Gastgeber (75.), Johannes Geis (78.) schlug mit einem abgefälschten Fernschuss zurück.

Ereignisse überschlagen sich 

Dann überschlugen sich die Ereignisse vollends: Marko Mihojevic (86.) traf für Aue, Geis für den Club per Foulelfmeter (90.+2). Vorausgegangen war eine Videoüberprüfung, nachdem Frey im Gesicht getroffen wurde. Schließlich jubelte Aue über das 4:3 - Florian Krüger hatte eingeköpft (90.+4). Dann bekam Nürnberg noch einen Foulelfmeter: Frey (90.+10) scheiterte an Torhüter Martin Männel.

Insgesamt gab es sechsmal die Videoüberprüfung, drei Elfmeter, sieben Treffer und einen Platzverweis

Dresden hatte in Fürth viel Ballbesitz und dennoch kaum eine Chance. Daniel Keita-Ruel (8.) traf vor 9770 Zuschauern nach Videobeweis zur Fürther Führung, zunächst war fälschlicherweise Abseits angezeigt worden. Nach einem Konter erzielte Keita-Ruel auch das 2:0 (38.). Dynamo bemühte sich vergeblich um eine Wende.

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