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Nach SPORT1-Informationen hat Tim Walter beim VfB Stuttgart keine Zukunft mehr, Sandro Schwarz könnte übernehmen. Walter reagiert bei der PK unbeirrt.

Nach weniger als sechs Monaten steht Tim Walter beim VfB Stuttgart vor dem Aus!

Nach SPORT1-Informationen sollen sich die Wege des 44-Jährigen und der Schwaben unabhängig vom Ausgang des Spiels gegen Hannover 96 am Samstag trennen.

Walter wird demnach nach der Winterpause nicht mehr für die Mannschaft verantwortlich sein. Neben Walter wird wohl auch dessen Trainerteam inklusive Torwarttrainer Uwe Gospodarek freigestellt. Grund für die Entscheidung: Unter Walter hatte der VfB nach einem starken Saisonstart zuletzt den Faden verloren und aus den letzten neun Spielen lediglich drei Siege geholt.

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Als Nachfolger für das Amt des Cheftrainers werden nach SPORT1-Informationen der kürzlich bei Mainz 05 entlassene Sandro Schwarz sowie Jan Siewert, ehemals Borussia Dortmund II und Huddersfield Town, gehandelt.

Tim Walter mit Plädoyer in eigener Sache

Bei der Spieltags-Pressekonferenz reagierte Walter betont gelassen auf seine Lage. Mit der Berichterstattung beschäftige er sich nicht: "Wir machen das Spiel morgen und werden uns zusammensetzen und ausführlich reden." Ansonsten nutzte Walter die PK auf verschiedentliche Nachfragen hin zu einem Plädoyer in eigener Sache.

"Mit der Punktausbeute sind wir nicht zufrieden", erklärte Walter: "Aber dass wir 28 Tore geschossen haben, obwohl wir so viele Chancen verballert haben und Abseitstore hatten: Das zeigt, dass Entwicklung da ist und letztlich geht es darüber. Und wenn man das HSV-Spiel abzieht, sind wir auch in der Defensive gut. Wir verteidigen mittlerweile sehr gut, das ewige Leid ist die Torchancenverwertung. Wir haben uns in jeder Hinsicht entwickelt außer der Verwertung."

"Ich bin überzeugt von dem, was ich tue", sagte Walter und bestätigte de facto die SPORT1-Information, dass ein Rücktritt für ihn kein Thema ist: "Ich liebe meine Mannschaft."

Sportliche Rückschläge und interne Probleme

Der Traditionsklub kann mit einem Erfolg gegen Hannover trotz allem als Tabellenzweiter in die Winterpause gehen, worauf Walter ebenfalls verwies.

Was die internen Zweifel an Walter allerdings wachsen ließ, waren nicht nur die Ergebnisse: In der laufenden Saison auch immer wieder zu internen Querelen. Nach dem 1:1 in Darmstadt geriet Walter beispielsweise mit Holger Badstuber aneinander, auch mit anderen Führungsspielern gab es bereits Meinungsverschiedenheiten.

Walter zeichnete bei der PK ein anderes Bild: "Ich bin mit meiner Mannschaft total im Reinen, wir haben ein super Verhältnis." Frustreaktionen bei Spielern seien in der Situation, in der der Klub sich befinde, normal, alles sei im Rahmen: "Wir reden kritisch miteinander, das mache ich intern. Es geht immer nur um Fußball, ich kritisierte meine Spieler als Fußballer, nicht als Menschen. Das ist wie mit Kindererziehung."

Seine Spieler und er seien ein "verschworener Haufen".

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Walter hatte den VfB zu Beginn der Saison übernommen. Zuvor trainierte er unter anderem die zweite Mannschaft des FC Bayern sowie Holstein Kiel.

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