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Rurik Gislason kam in der vergangenen Saison 13-mal zum Einsatz
Rurik Gislason kam in der vergangenen Saison 13-mal zum Einsatz © Imago
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München - Instagram-Star Rurik Gislason übt nach seinem Abschied heftige Kritik an Ex-Klub SV Sandhausen. Deren Trainer habe einen "verdorbenen Charakter". Der SVS wehrt sich.

Die Zusammenarbeit zwischen Zweitligist SV Sandhausen und dem isländischen Nationalspieler Rurik Gislason ist in einem heftigen Streit geendet.

Der 32-Jährige hat Trainer Uwe Koschinat nach Auslaufen seines Vertrags scharf kritisiert, nachdem er nach dem Restart der Liga im Mai nicht mehr im Kader gestanden war.

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"Ich habe den Trainer mehrfach in den Medien gesehen, wie er sagt, ich würde in Island Urlaub machen und ich wäre nicht so fit wie die anderen Spieler, weil ich nicht trainieren würde. All das ist Bullshit", schimpfte der Offensivspieler bei Radio Regenbogen. "Das ist mir wichtig, dass die Menschen das wissen. Es zeigt den verdorbenen Charakter, wenn man zur Presse geht und über seine eigenen Spieler lügt. In schwierigen Zeiten sollte man lieber seine Spieler unterstützen, statt die Medien anzulügen."

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"Desolate körperliche Verfassung"

Gislason war im April laut kicker aus privaten Gründen nach Island geflogen, weil seine Mutter schwer erkrankt war.

"Rurik kam in einer desolaten körperlichen Verfassung aus Island zurück", erklärte SVS-Präsident Jürgen Machmeier. "Hätten wir ihn mit der Mannschaft trainieren lassen, wäre die Verletzungsgefahr groß gewesen."

Gislason denkt über Karriereende nach

Sandhausens Sportlicher Leiter Mikayil Kabaca erklärte zudem, dass sich der während der WM 2018 zum Instagram-Star (819.000 Follower) aufgestiegene Gislason geweigert habe, wegen der Coronakrise auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten. Der Spieler selbst dementierte dies und meinte, er hätte das Geld lieber für wohltätige Zwecke spenden wollen. Anschließend soll ihm der SVS verboten haben, am Mannschaftstraining teilzunehmen.

"Wer eine Saison wie Rurik hinter sich hat, sollte besser in sich gehen, als auf diese Weise noch mal gegen seinen Ex-Verein nachzutreten", sagte Kabaca der Rhein-Neckar-Zeitung nach Gislasons Vorwürfen.

Der 32-Jährige (13 Saisoneinsätze) ist nach Auslaufen seines Vertrags vereinslos und soll über ein Karriereende nachdenken.

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