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Kenan Kocak scheint nicht zufrieden in Hannover
Kenan Kocak scheint nicht zufrieden in Hannover © Imago
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Trainer Kenan Kocak von Hannover 96 bereitet sein Team auf die neue Saison vor. Doch intern rumort es. SPORT1 weiß: Der 39-Jährige ist unzufrieden.

Unruhe bei Hannover 96!

Seit Sonntag weilte das Team von Trainer Kenan Kocak im österreichischen Stegersbach, um sich auf die neue Zweitliga-Saison vorzubereiten. Am Samstag reist das Team dann aber vorzeitig ab. Das Ziel dennoch auch diesmal: der Aufstieg in Liga eins.

Doch genau das scheint Kocak in Zweifel zu ziehen. Nach Informationen von SPORT1 ist der 39-Jährige unzufrieden mit den Bedingungen, die ihm in Hannover geboten sind. Kocak hatte sich diverse Verpflichtungen für die kommende Saison gewünscht, doch wurden ihm diese bislang nicht erfüllt - trotz regelmäßigen Austauschs mit Präsident Martin Kind.

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Zwar hat 96 bereits acht Neuzugänge verpflichtet, darunter waren allerdings nicht die Spieler, die der Trainer gerne gehabt hätte. 

Kocak: "Platz in sehr schlechtem Zustand"

Kocaks Enttäuschung entlud sich auch am vergangenen Montag, als er über die Platzbedingungen in Stegersbach schimpfte.

"Der Platz ist in einem sehr schlechten Zustand", sagte Kocak. "Da sind zu viele Löcher drin."

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Die Konsequenz: Hannover musste umziehen ins 20 Minuten entfernte Bad Waltersdorf, was bei zwei Einheiten pro Tag "80 Minuten im Bus" mache, erklärte Kocak. Worüber sich der Deutsch-Türke offenkundig am meisten ärgerte: eine 96-Delegation hatte den Platz erst vor einer Woche geprüft und ihn für bespielbar befunden.

Kocaks Gedanken dazu: "Hätte ich gewusst, in welchem Zustand der Platz ist, hätte ich das canceln lassen."

Spitze gegen Hannover

Eine klare Spitze gegen den Verein, der ebenso wie die meisten anderen Zweitligisten schwere Einbußen durch die Corona-Maßnahmen hinnehmen musste. Kann sich 96 einen solchen Krach erlauben? Und wichtiger: Kann der Klub aus Niedersachsen Kocak jetzt noch halten?

Denn der Ex-Trainer vom SV Sandhausen, der bei Hannover noch einen Vertrag bis 2023 hat, ist in Europa nicht unbegehrt. Wie SPORT1 bereits im Juli berichtet hat, wirbt der türkische Erstligist Trabzonspor intensiv um Kocak - das gilt auch weiterhin.

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Der Vizemeister hatte sich im Juli einvernehmlich von Trainer Hüseyn Cimsir getrennt. Auf ihn war Co-Trainer Eddie Newton gefolgt, wohl als Interims- nicht aber als Dauerlösung. Ist besagte Dauerlösung stattdessen Kocak?

Kind lässt Kocak nicht gehen

"Das Leben ist kein Wunschkonzert. Herr Kocak hat einen Vertrag, den wird und muss er auch erfüllen", hatte Präsident Kind damals bei SPORT1 gesagt, konfrontiert mit den Begehrlichkeiten aus der Türkei. "Er hat es auch gar nicht angesprochen, dass er weg will und kontaktiert wurde aus der Türkei. Wir werden nicht zustimmen, wenn da ein Anruf kommen sollte, und damit ist das Thema erledigt."

Kocak, der seit November 2019 an der Seitenlinie der Niedersachsen steht, bekomme keine Freigabe - "auf gar keinen Fall."

Seinerzeit eine klare Absage an einen möglichen Wechsel, der auch eine Ablöse mit sich ziehen würde. Doch wie sieht es aus, sollte die Situation noch angespannter werden?

Die kommenden Wochen werden Auskunft geben.

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