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Der HSV strebt nach zwei verpassten Chancen den Aufstieg in die Bundesliga an
Der HSV strebt nach zwei verpassten Chancen den Aufstieg in die Bundesliga an © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago
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Bis zum 5. Oktober ist das Transferfenster noch offen. Beim Hamburger SV gibt es noch einiges zu tun. SPORT1 macht den Kader-Check: Wer soll noch kommen, wer will gehen?

Bis zum Ende der diesjährigen Sommer-Transferperiode am 5. Oktober wird es im Kader des Hamburger SV noch ein paar Veränderungen geben.

Das hatte Cheftrainer Daniel Thioune bereits vor dem 4:3-Sieg beim SC Paderborn angedeutet. "Jetzt zu sagen, der Kader steht final - davon bin ich weit entfernt", gab der 46-Jährige offen zu.

SPORT1 macht den Kader-Check: Wer soll noch kommen, wer will gehen?

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Sucht der HSV eine neue Nummer eins?

Nach dem Verkauf von Julian Pollersbeck zu Olympique Lyon für 250.000 Euro ist im Kader noch Platz für einen dritten Torhüter. Allerdings suchen die Verantwortlichen keinen, der sich freiwillig auf die Bank setzt, sondern einen echten Konkurrenten für Daniel Heuer Fernandes.

Der 27-Jährige hatte sich zwar im internen Duell gegen Ex-U21-Europameister Pollersbeck durchgesetzt, ist aber trotzdem nicht unumstritten. Speziell in der Strafraumbeherrschung könnte der Deutsch-Portugiese noch zulegen, viele Gegentore fielen in der letzten Saison durch Standards und Flanken aus dem Spiel.

Nach SPORT1-Informartionen gab es Kontakt mit Bayern-Torhüter Sven Ulreich, der die Königslösung wäre. Alternative wäre die Leihe eines jungen, talentierten Torhüters.

Eine interne Lösung aus dem eigenen Nachwuchs ist eher unwahrscheinlich.

Kein Back-Up für Leibold – Jung will weg

Auf Tim Leibold ist Verlass: Der 26-Jährige hat eine überragende Saison (16 Vorlagen, ein Tor) hinter sich, spielte in jedem einzelnen Spiel über die volle Distanz und wurde von Chefcoach Thioune zurecht zum Kapitän ernannt. Aber wer springt ein, wenn Leibold mal ausfällt?

Bis auf den Langzeit-Verletzten Rick van Drongelen und Ewerton sind alle Verteidiger im Kader Rechtsfüße. Hier hat die Defensive einen kleinen Schwachpunkt. Für die Mitte hat der HSV mit den kopfballstarken Toni Leistner und Moritz Heyer sinnvolle Verstärkungen geholt.

Für einen Routinier ist deshalb kein Platz mehr: Gideon Jung darf den Klub nach sechs Jahren verlassen. Angebote gibt es bislang jedoch nicht, Interesse soll es laut Bild aus der zweiten englischen Liga geben.

Wenig Spielzeit für Talente

Drei Nachwuchshoffnungen könnten den HSV noch kurzfristig verlassen. Für Xavier Amaechi (19), Jonas David (20) und Aaron Opoku (21) stehen die Chancen auf regelmäßige Einsätze gering. David und Opoku waren bereits in der vergangenen Saison in die dritte Liga verliehen worden und konnten bereits einige Erfahrung im Profibereich sammeln.

Bei Amaechi sieht die Lage festgefahren aus. Das Offensivtalent aus der Jugendakademie des FC Arsenal (kam für 2,5 Millionen Euro) konnte sich in seiner ersten Saison beim HSV nicht durchsetzen. Trotz des Lobes der Verantwortlichen für seine Entwicklungsschritte sieht es nicht danach aus, als würde dem Engländer der Durchbruch gelingen. Für die zweite Bundesliga fehlt dem dribbelstarken Rechtsaußen die Robustheit.

Neuer Stürmer im Anflug

Die zähen Verhandlungen mit dem Karlsruher SC um Philipp Hofmann ziehen sich. Am Mittwoch stieg der Angreifer wieder ins KSC-Training ein. Medienberichte, dass ein Wechsel zum HSV kurz bevorstehe, dementierte Manager Oliver Kreuzer vehement.

Sollte es dennoch zum Wechsel kommen, soll im Gegenzug ein Stürmer des HSV nach Karlsruhe verliehen werden, einiges spricht dabei für Bobby Wood. Was allerdings gegen ihn spricht, ist sein üppiges Gehalt von knapp zwei Millionen Euro im Jahr. Ein Transfer käme daher nur infrage, wenn die Hamburger große Teile seines Gehaltes weiterbezahlen würden.

Mit Hofmann bekäme Thioune in jedem Fall eine starke Alternative zu Simon Terodde. In der vergangenen Saison erzielte der 1,95 Meter große Mittelstürmer 17 Tore und bereitete sechs Treffer vor. Hofmann könnte den HSV zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro kosten. Damit wären die Hanseaten im Angriff gut aufgestellt. Lukas Hinterseer soll derweil signalisiert haben, dass er in Hamburg bleiben will. Ein Wechsel ist aber noch nicht endgültig vom Tisch.

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